H78 278. Geschichten von
* Dieser Hcrtzog Larolus m. hatte, weißnicht woher, einen gantz nicht BrüderlichenHaß gegen seinen Bruder diicol. krsnc.welchen die Frantzösische Herren meisterlichzu unterhalten wüsten, so weit, daß sich Carlentschlösse, ungeacht aller vorhandenen Er-ben, das HertzOgrduin an dieL^on Franck-reich zu oerjchencken, um eine nichts taugen-de Ehr für sich zu erschnappen, w-üche dar-in» bestehen solle, daß er in Franckreich fürden elften pnnyen vorn Geblüt gehaltenwurde. Der König unterschriebe diesen Tra-ktat eben als er aufden Iahrmarck zu St.Germain spielte, und sagte dabey, es seyeauf dem gantzen Marckt kein so schöne Ju-bele, als er eben jetzo gewonnen habe. PrtntzOrc»ii.i8 i v. beklagte sich über das ihme hre-durch geschehene Unrecht: der König aberantwortetet ihm: die Könige hätten gewisseStaats-^ximen, die ihnen an statt einesGesatzes dieneten, und dasselbe seye gantz na-türlich. Inzwischen wann der Printz dasVertrauen zum König tragen, und ihme sichgantzlich überlassen wurde,^so wolte er fürdessen Vortheil besonders Vorg tragen, der-malen aber wurde der besteRath seyn sich mitdemezu befriedigen was der König willlDasgeschahe aufeinenBall,woraufoerHertzognoch eure Weil fort tantzte, bald aber die Lar-ve ablegend sich aus dem Staub nach RonyUnd von dannen auf Wien zu Kayser Leo-pold