g198 dl. 278. Geschichten von
genehmen Mund, und freundlich lächlenden !Anblick. Er hat ein Heldenmäffiges Anst- !hen, und wann ihm nicht als König die Ma-jestät Zukommete, so verdiente auch nur seinePerson damit beehret zu werden. Er hateinen natürlichen und vortrefflichen Ver-stand , der leicht etwas begreifst : dabey vilFeur, so jedoch durch seine Feuchte zimlichgedämpfttwird: wie man dann wahrgenom-men , daß ihm auch nicht einmahl in derHitze ein Wort entfahren, das besser hättekönnen gesprochen werben, wann man auchnoch so lang daraufftudiret hatte. Er laßtsich weder von Menschen weder von Affectenregieren, sondern geht bloß nach der Ver-nunfft. - - Alles was er thut, das thut ermit solcher Behutsamkeit, daß er fast nie-mahls nöthig hat, andere Entschliessungenzu ergreiffen; und dieses auch in den gering-sten Dingen. - - Kurtz, alle Leuth wurdenihn bewundern, wann er eine Privat-Per-son wäre,und der Purpur,so sonst gemeinig-lich den Glantz guter Gaben vollkommner zumachen pflegt, bekommtdurch dieTuMrrdendieses Königs sein gröstes Ansehen. AlsoLuK. Vernicht minder fromm als gelehrted^ribittonals er ,68z. aufKöniglicheKosten eine Reiß in Teutsch land gethanDasige Bibliothccken zu besuchen, und zu S*an der Fürstlichen Taffel nicht aufhörte die
Gottesforcht, Lugend und Frömmigkeit
' sel-