zur Medicin nöthig. 505
! mehr dahin sterben als in den Städten; son-dern es gefchihet gerad das Widerspiel.' Man liset, daß, als Kayser Velp-chZnu»und Titus eine Lands-Beschreibung vor-nehmen liessen, auf dem Gebürg zwischenParma und Bologna (wo die arme Leuthauch jetzo noch umb keine Aertzte etwaswissen) hundert und zwantzig Menschengezehlet worden, alle über hundert Jahralt.
e. Antwortet mir einer, dise arme Leuthlebten darumb so lang, und gesund weilsie gesparsam und arbeitsam wären, soschließe ich ja Mich, daß die Nüchterkeit,und die Arbeit die wahre Arßney-Künste^ seyen, nicht aber die Recept zum sterben,! die man den Leuten Zu fressen gibt, wie! sie einem einfallen, oder wohl gar mit Fleiß,
umb das Übel länger zu unterhalten: Nam
negue meäicus ullus, ll bene circumlpi-c> 38 , tuoz smicos bene v^Iere cupir, sägtUbilemon Lcc. Warhafftig es ist eine lä-cherliche Sache, daß gescheute Leuth sichaus dem Irrthum nicht erholen, sondernglauben wollen, daß einer, der sie offtfein Lebetag niemahl gesehen, ihre Leibes-Beschaffenheit solle besser erkennen, als sieselbst, welche täglich erfahren, was ihnennutz--oder schädlich ist rc.
6. Damit es aber nicht scheine, daß ichneue und seltsame Meynungen aufdieBahnÄi s brin-