2uz. Hlston der Gelehrtheit.
die Gelehrtheit wäre: dann sonst wurdengewieß die Kriegs-Leuth, als bey denenohne das die Macht hasstet, das Steuer-Ruder nicht aus den Händen gelassen haben.Hierauf last sich antworten: es seye disesist den übel eingerichteten Staaten aus zweygantz anderen Ursachen geschehen. Erst-lich zwar, weil die verderbte Staaten,irmb sich noch zuerhalten, Leuth vonnö-then haben, welche von grosser Verschla-genheit seynd, und die Gesätze wie Lederhin und her zu ziehen wissen : weil nun diegelehrte ZunfftdisesHandwerckvon Grundaus verstehet, so werden sie von solchenPrintzen oder Völckeren aufgesucht. Dasandere Schicksal dabey wäre, daß gleichvon Anfang die tapfere und KriegerischeMänner von Haus zu Feld giengen, dieforchtsame aber und Gelehrte zu Haus bli-tzen ; hiemit hatten sie Gelegenheit sich nachund nach ans Brett oben an zu setzen, undweil die wackere Leuth draussen offtermahlihr Leben einbüsseten, oder nach ihrer Heim-kunfft einiger Ruhevonnöthen hatten, undsich also umb die Politische Geschäfft nichtbewarben, so blibe das gantze Merck vorbeständig in der Gelehrten Hände. Aberin denen wohlversehen Staaten, wie Spar-ta und Rom, wurde wohl das Steuer-Ruder denen Gelehrten nicht anvertraut,sondern tapferen und klugen Männeren.