Band 
IV. Theil
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Mißbrauch der -Litteratur. 57L

gen werden ja mehr als zwey sehen, undmuß derjenige eine reche unsinnige Einbil-dunghaben, hervor sich allein so vrel Wahr-heit erfinden will, als so viel Laufend Ge-lehrte zusammen erfunden haben- Manwird einwenden, daß gleichwohl nicht alleBücher gut seyn: aber wie uns die Histo-rie der Gelahrheit die guten einlebet, undvor den schlimmen und unnützen warnet,so bleibt die Nothwendigkeit dieses KuMrvohlunumgestossen.

n. Was jetztgesagtworden , istzugleichdie Befestigung des letzten Grundes. Einejede Faeultät, sie heiße Theologisch, Juri-stisch, Medicmisch, oder Philosophisch , istein so breites und Lieffes Meer, daraufman ohne Mast, Lompas, Seegel, Ru-der, und Steuermann nicht fortkommen,noch den rechten Haftn erreichen kan. Inden zwey oderdrey Jahren, da man aufder Universität studieret, kan man zwar ei-nen Gnmd legen, das Gebäude derTheo-»ogie, Rechts - Gelahrheit, Artzney - KunstAnd Philosophie aber nimmermehr zu Stan-de bringen. Wer aber die Kundschafft gu-ter Bücher und ^urorum besitzet, dem feh-let es nie an Bau-Holtze um das angefan-gene Werck herrlich hinaufzuführen. Einpaar Postillen seynd bald durchgeprediget:und wer in feinem Schertzer,Huendstädt,