Band 
IV. Theil
JPEG-Download
 

572 ' r§. 117. Brauch und

alle Ketzereyen und Irrthümer wiederlegtfinden will, der Mied wahrhafftig den blos-sen schlagen Man muß die Äirchen-Hi-storie biß auf gegenwärtige Zeit recht mnehaben, und die Schrifften der neuen Ke-tzer und Schwärmer selbst lesen, wenn manein rechter Theologus poiemicus werdenwill. Ein Iurtste, der keine Historie ver-stehet, und nicht weiß, wo er das oderjenes suchen soll, wird ohn Zweiffel, wennes auf veäuLliones ankommt, und grosseHerren sich bey ihm Rathes erholen; garkahl bestehen. Ein Medicus der des k/lon-ticur!s Oierc und LLrcdulen Historien derMedicin mit Bedacht dmchlesen, wird wohlnicht in Abrede seyn, daß ihm dardurchdie Augen in gar vielen Stücken weiter,als durch das blosse Nachdencken aufgegan-gen. Was wird nun nicht alsdann gesche-hen, wenn er die herausgekommene Lpke-rnerräsz durch gangen, und sich die Schrill-ten der berühmtesten ^eäicorum bekanntgemacht hat. Ein Philosophus muß voreinem Polyhistor ins Bockshorn kriechen,wo er sich um die Geschichte der alten Wei-sen unbekümmert gelassen. Denn was willer dazu sagen, wenn ihm dieser nicht zuge-stehet, daß die dem Aristoteles beygelegtenSchrifften würcklich von ihm herkommen?Er muß sich bereden lassen, daß BrodenkarLeelfum, und Valentin Weigel ausge-