K. l2l. Von Dibliotdeken. 607
von etwan 700. tausend Stucken zu -UexLnäriL,Allenthalben ließ er die Bücher zulamm holen,und machte die Anstalt, daß durch 72. alte er-fahrne Juden die Heüige Schlifft aus den He-bräischen ins Gnechilche übersetzet, und fernerBibliothek einverleibet worden. Welche Über-setzung noch vorhanden ist, und insgemein dieLepruszimg , oder Übersetzung der stbentzigDoümetscher grnennet wird. Es geschahe et-wan dritrhalb hundert Zahr vor Christi Geburt,als hernach zuiius r s-lsr zu üiexznäkig sichaufhielte, und merckke, wie sich wider ihn einEmpörung anspanne, suchte er sich aus derStadt zu machen. Und damit man ihn aufderFlucht nit verfolgte, steckte er den KöniglichenPallast, seine Wohnung in Brand, damik dirBürger was zülöschen hätten, und dabey fernervergessen. Dises Feuer hat auch die Biblio-thek ergriffen, und in einer Stund die Un-sterblichkeit des Namens so viler alten Schlifft-Steiler aufgefressen: von denen wir und nie-mand in der Welt etwas mehr weiß.
4. Es lassen manche Gelehrte vonder Lie-be zum Alterthum sich so gewaltig beherrschen,daß sie sich selbst und andere überreden wollen,rs seye die Welt vor Alters aufebrn den heuti-gen Fuß eingerichtet und mit allen versehen ge-wesen. Also hat z. E. ^sckeruz behauptet, e6seyen schon vor den Sünd - Fluß verschideneBibliotheken in der Welt gestanden: Adam ha-be die Namen, so er den Thieren srschöpffet,
aus