124. Gelehrtheit der Nationen. 64k
tuten, unv dtses will den Außlandem nit ge-fallen. Kein Volck aber gib dem Ansehen klu-ger Lemhen so leichtlich nach, als die Teutsche.Sie verstehen in der Arhney-Kunst zwar mehrals Csienus, verlangen aber keine Neuerungeinzuführen, sondern bleiben beym alten Leist,ausser wann je zuweilen einer aus Ehrgeitz et-was besonders vor hat. * Dle8ocietS8 l^eo-xolclins, Breßlauer-Sammlungen rc. und vie-le Parneular-Persohnen, so leichtlich zu nen-nen waren, zeigen doch etwas anders, als hier8truv,u8 vorbringet.
r o.Jn der Philosophen schweißen die Teut-sche gemeiniglich mit dem kristorsle fort. Un-serer Zeit aber zeigen Einige einen richtigere»Weeg zur Well-Weißhelt vor. Es lassen sichauch nun die Teutsche in die schönere Wissen-schaften ein, daß man hoffen kan, es werdedie vvrherv waltende Barbarey endlich verwi-sch werden. Hätten wir so viele Beyhülff,als die Außländer, wir wurden dieselben weithinter uns lassen. In der Literatur spihlen dieUnsere den Meister: und wiewohl die Teutschedenen Franhosen zufolge sich noch mehr daraufgeleget, so bleibt es doch dabey, baß sie mehr alsjene ausgerichtet haben. Weßwegen die Fran»tzvsen jeho gantz andere Gedancken von denTeutschen führen, alß vorhin. DanNvch gibt«e Einige, welche ohne genügsame Mittel - undhiemit übelgefchickt sich daran wagen.
21. Es lieben zwar die Teutsche Geschicht-lv. Theil.S s Schrei-