Xlll. pörners Versuche. 2. 85
Seide vorgenommen hat, (Bibl. M S. ZZ4);nämlich er hat das Tuch durch eine Zinnsolutionvorbereitet, welches bisher in der Färberey nichtüblich gewesen ist. Auch hat er versucht, zu derVorbereitung die Solution von Weinsteinrahmmit Zinnauflösung zu vermischen, wodurch dieFarbe an der Festigkeit zu gewinnen scheint, undzwar so sehr, daß der V. sie für die beste Vor-bereitung erklärt. Sonst sind fast alle Farbendieses Holzes, zumal die lieblichsten, sehr ver-gänglich, und müssen zu den unächten gerechnetwerden.
S. 96 Versuche mit dem rothen Sandel-holze, ein der Botanik noch eben so unbekanteSMaterial, als das vorhergehende. Das besteist hart, dicht, fest und schwer, und von aussenschwärzlich roth, wenn es aber geraspelt worden,lichtrokh. Es wird ganz, oder in Spähnen,oder zu Pulver gestoßen verkauft, und auf dieseletzte Art ist es in der Färberey am gebräuchlich-sten. In Straßburg und andern Orten*) wirdes auf eigenen Mühlen und Maschinen zu Pul-ver gemahlet. Die dunkelrothe oder violetteFarbe, die das Pulver hak, ist dem Holze nichtnatürlich, sondern scheint durch einen Zusatz be-würket zu seyn. Dieß kan, wie Versuche leh-F z ren,
*) Auch in Hanau, wo jetzt einer, namens Phi-lipp Johann Glanzer eine Mühle für.Sah;-el, Blattholz und Gewürz hat.