XXHI. Frauenzimmer - Lexkcon. 147
schwerlich jemal eine Besitzerinn dieses Wörter-buchs Lust und Ursache haben wird, sie nachzu-schlagen. Die Artikel von den geistlichen und welt-lichen Orden des F- auenzjmmers, ihren Aem-tern, Würden, Ehrenstellen und Bedienungen,ihren Rechten und Privilegien, Gerad- und Erb-stücken, von Hochzeit und- Trauersolennitäten,sind theils aus den alten Ausgaben unverän-dert in diese neue übertragen, theils auch berich-tiget und vermehret worden. Die Namennnd Thaten der mythologischen Göttinnen undHeldinnen aus dem Alterthume sind hauptsäch-lich der Leckure des Frauenzimmers zu Liebe,beybehalten worden, die gelehrten Frauenzimmerund Künstlerinnen hingegen hat man, so wiedie Heldinnen neuerer Zeiten, größtentheils derGeschichte berühmter Frauenzimmer überlasten.
Aus der Vorrede: „Wir sind der Mey-,,nung, daß die Welt allenfalls gern gelehrte„Frauenzimmer, aber nie gute Wirthinnen, nie„häusliche und verständige Frauen entbehren„könne; und daß eine wirklich gute Wirthinn„für jeden Mann unstreitig eine vorkrefliche„Frau, ein gelehrtes Frauenzimmer hingegen,„ohne Einsicht in Wirthschaftsgeschäfte und oh-„ne Fleiß darinnen, eine unnütze, ja wohl gar„eine schädliche Frau seyn könne. Man mache„nur den gehörigen Unterschied zwischen einem„verständigen und einem gelehrten Frauenzim-' K 2 „mer.