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! ihm auch noch etwas daurhastersverschaffen. Dann als die Pfarrzu Anet offen stunde, wozu er je-mand ernennen sollte, trug er sie ihman. Alberoni aber schlug sie aus,und wollte lieber mit ihm nach Spa-nien gehen, ein besser Glück allda zusuchen. Die Prinzessinn Ursini gäl-te damals so viel bey Philipp V.daß Vendvme genöthigt war, ingenauer Verbindung mit ihr zu ste-hen. Diese mußte durch jemand un-terhalten werden, während daß Ven-Dome an der Spitze der Armee war.Hierzu wählte er den Alberoni. DiePrinzessinn Ursini fand ihn sehr nachihrem Geschmack und Alberoni ver-säumte auch seiner srits nichts, sicheines so mächtigen Schutzes zu ver-sichern. Nach dem Tod des Her-zogs von Vevdome überließ er sichganz dein Dienste dieser Prinzessinn.Er hatte grossen Antheil an ihremVertrauen, und erhielt durch sie,daß ihm der Herzog zu Parma denTitel seines Agenten am Hofe zuMadrid ertbeilte. Alberoni erzeigtesich vor diese Gnade seines Landes-herr» erkenntlich, und leitete dieSachen dahin, daß die Prinzessinnvon Parma zur zweyten Gemahlinnvor Philipp V. erwählt wurde. Erredete mit der Prinzessinn Ursini da-von, und betrieb es sowohl, daß erselber nach Parma geschickt wurde,wo er den Heyrathstractat schloß.Alberoni erfuhr gar bald, wie vieldie Schönheit, die Tugenden undder Verstand der Prinzessinn vonParma über ihren Gemahl den Kö-nig vermochten. Man zog ihn inden Rath; er wurde Cardinal, undzum ersten Staatsminister erklärt.Hier fieng er an, seine grosse Ent-würfe zu machen, die sehr Vortheil-hast vor Spanien waren, und setzteganz Europa in Bewegung. Al-lein ein mächtiger Prinz brachte ihnum seine Staattministersstelle. Er
wurde nach Rom verwiesen; behiel-te aber, seiner Ungnade ungeachtet,grosses Ansehen am spanischen Hos,und starb den -6. Jan. 17fr. im8?sten Jahr. Zu Lausanne kami7fo.1eUamem:?oIitigueäu Lnrä.ä'^lkeroni heraus, welche« aus sei-nen hinterlassenen Nachrichten, Brie-fen und Unterredungen zusammen ge-tragen seyn soll; allein man kan sichauf dieserley Schriften nicht verlas-sen. Es soll aber der spanische Mi-nister Marquis de ReviSa ei» wahr-haftes politisches Testamentvon ihm nach Madrid geschickt ha-ben I. Rousset hat sein Leben be-schrieben, so im Haag >720. her-ausgekommen. Allein es reicht nichtbis auf seine» Fall.
Albert, s. Albrecht.
Alberri, ( Andr.) Verfasser einesTrack, von der Perspectiv, denman sehr hoch hält. Er wurde zuNürnberg 1670. in latein. Sprachegedruckt.
Alberri, (Joh.) ein in den orientali-schen Sprachen sehr erfahrner Nechts-gelehrter des XVI. Jahrhundert,war aus Widmanstadt gebürtig.Er ließ 1756. das Neue Testamentin syrischer Sprache drucken, schriebauch eine syrische Grammatick, wo-von die Vorrede gar lesenswürdig ist.
Alberet, (Leander) von Bononien,gebohren den > >. Dec. 1479. ein be-rühmter Provinzial des Dominicaner-ordens im gelobten Lande, starb ge-gen >sfr. Er hat das Leben derberühmten Leute aus seinem Ordenbeschrieben, und eine Beschrei-bung von Italien herausgege-ben , worinn man gute Nachrichtenvon den Gelehrten in Italien findt.will). Ryriander hat sie ausdem italiänischen ins lateinische über-setzt. Es wäre ein vortreflichesWerk, wann mehr Critick darinnenwäre.
Alber-