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herausgegeben. Man verwechseltihn gar gern mit den Bischöfen zuAntiochien, deren 4. dieses Nahmenszwischen dem VI. und XI. Jahr-hundert zu Antiochien gelebt haben.
Anarolius, von Alcxandrien, Bi-schof zu Laodieea r 6 ^. war einer dergelehrtesten Männer des III. Jahr-hunderts, und vornemlich, nach desHieronymus Bericht, in der Rechen-kunst, Geometrie, Physik , Astro-nomie , Grammatik und Redekunstsehr wohl erfahren. Er soll nachdem Eusebius wenig , aber vortrcf-lich geschrieben haben. Man hatnoch einiges von ihm übrig.
Anarolius, Patriarch zu Constanti-nopel, folgte 44-. auf den Flavia-nus, und war auf der Kirchenver-sammlung zu Chalcedon , wo, nachdem Vorgeben einiger, soll vestgesetztmorden seyn, daß der Bischof zuConstantinopel der nächste nach demzu Rom seyn sollte. Nach einigensoll er auch dein Römischen den Vor-gang strittig gemacht haben. Erstarb 4s 8 .
Anaxagoras, einer der berühmte-sten Weltweisen beS Alterthums,gebohren zu Clazomenä ungefährsoo. I. v. C. G. Er war des A-naximenes Schüler, und erhielt denDcynamen X«?, Verstand oderGeist, weil er zuerst gelehrt,daß die Materie durch ein geistigesoder verständiges Wesen in Bewe-gung gebracht worden, daß sie dieses Weltgebäude gebildet, an stattdaß man sich bisher in Ansehung desersten Urstofs der Dinge entwedermit einem blossen Zufall oder unhintertreiblichen Nothwendigkeit behobsen hatte. Er reisete nach Egypten,und überließ sich ganz der Untersu-chung der Wahrheit, ohne sich inandere Dinge zu mengen, daher erauch sein Vermögen seinen Anver-wandten gelassen. In Erklärung
der Natur der Körper legte er seineHomoiomonie«, zum Grunde,d.i. daß alle Körper aus gewissensich ähnlichen Theilen bestunden.Er lehrte auch, daß die Sonne einKlumpen Feuer sey, grösser als Pe-loponns: daß der Mond bewohnt,»md das höchste Gut des Menschenin Erforschung der Wahrhrit zu su-chen sey. Als man ihm die Gering-schätzung seines Vaterlands vorwarf,deutete er gen Himmel, und taatc:Nein; ich schätze es vielmehrunendlich hoch. Den Schneehat er aus sehr seichten Gründen vorschwarz ausgegeben. Sein SchülerPericles machte ihm viele Ehre. Erstarb zu Lampsacus gegen 4-8. J.v.C. G. Socratcs hat nicht viel aufseine Weltwcishcit gehalten, weilsie ihm nicht praktisch genug geschie-nen.
Anaxander, König zu Sparta,schlug die Messenier und vertrieb sieaus Pcloponnes,ungefähr 684. J.v.C. G. Als man ihn fragte, warumdie Lacedämonicr keinen öffentlichenSchatz hatten? antwortete er : esgeschehe aus Sorge, manmöchte die, so die Schlüsseldazu hätten, bestechen.
Anaxaudrides, König zu Sparta,etwan 540. I. v. C. G. nahm dieStadt Tegea ein; und war der ersteunter den Lacedämoniern, so zweyGemahlinnen hatte, wozu er aberdurch die Ephoren, wegen der Un-fruchtbarkeit der ersten Gemahlinngezwungen wurde.
Anaxaudrides, ein römischer Dich-ter zur Zeit des Königs Philipps inMacedonien. Er war von Eamiraaus der Insel Rhodus gebürtig, undsoll, nach dem Bericht des Suidas,zuerst Liebesgeschichte auf die Schau-bühne gebracht haben.
Anaxarchus, ein berühmter Welt-weiser von Abdera, der bey Alexan-der in grossen Gnaden stund. Weil
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