Band 
[Erster Theil.]
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Andromache, des HectorS Gemah-lin» und des Astyanax Mutter, wareine Tochter des Königs Eetions zuTheben in Cilicien. Nach der Zer-störung Troja heyrathete sie denPyrrhus, des Achillis Sohn, undHerrach den Helenus, mit welchemsie einen Theil von Epirus be-herrschte.

Androniachus, aus der Insel Cre-ta, war des Kaysers Nero Leibme-dicus uni 6s. Er hak den Theriackals ein Gegengift erfunden, und dieBeschreibung davon selber in elegi-schen Versen gemacht.

Andromeda, des Ccpheus und derCassioxe Tochter, wurde von denNymphen an einem Felsen angebun,den, um von einem Seeungeheurverschlungen zu werden. Allein Per-seus fand sie in solchem Zustand, löse«te sie ab, und brachte sie wieder zuihrem Vater, der sie ihm zur Ge-mahlinn gab.

Andronicus!. ließ seinen Pupillen A-lexisil. crdrosse!n,und bemächtigte sichdes Coustantinopolitanischen Thronsn 8;. Allein das Volk ward sei-ner Grausamkeiten überdrüssig, rüsteden Jsaac Angelus jiim Kayser aus,und Andronicus mußte ins Gefäng-niß. Man blendete ihn hierauf,führte ihn mit grosser Beschimpfungdurch die Stadt, und hängte ihnzuletzt auf: den ir.Sept. i >8f.

Andronicus, von Cyrrha, ließ zuAthen einen achteckigten Thurm auf-führen , und auf jede Seite gewisseBilder graben, welche die acht Haupt-winde vorstellten. Ein Triton vonErz, der oben aus dem Thurm war,wendete sich auf seinem Fuß herum,und wies mit der Ruthe, die er inder Hand hatte, aus den Wind, derjedesmal bließ. Nach diesem Mu-ster hat man die Wetterhähne aufden Kirchenthürinen erfunden.

Andronicus, einp-ripatetischerWelt-weiser aus der Insel Rhodus, kam

zur Zeit des Pompejus und Ciceronach Rom und brachte die Philoso-phie des Aristoteles in grosses Anse-hen. Er hatte dessen Schriften zuRom an sich gehandelt, und in bes-sere Ordnung gebracht. Manschreibt ihm die Paraphrasis überdie Moral des Aristoteles zu, welcheHeinsius 1607. herausgegeben.

Andronicus, (Livius) der ältestelateinische Dichter, dessen erstesGlück 140- Jahr v. C. G. gespieltwurde. Dieß ist also das wahre Al-ter der lateinischen Dichtkunst.

Andronicus, von Thcssalonich, ei-ner von den flüchtigen griechischenGelehrten, welche nach Eroberungvon Constantinopel -4s;- nach Jta-lieu kamen. Er lehrte das Griechi-sche zu Rom, Florenz und Paris,und starb um 1478.

Aneau, (Barthol.) latein.ein lateinischer und französischer Dich-ter , Geschichtschreiber, Rechtsge-lehrter und Redner des XVI. Jahr-hunderts , wurde oberster Pros. imCollegio zu kpon. Als 1564. amFronleichnamefest eine Procession andiesem Collegio vorbey gieng, undein Stein au- demselben auf denPriester, so das Hochwürdige trug,geworfen wurde, ergrimmten dieCatholischen so sehr darüber, daß siein das Collegium eindrangen, und denAneau, den sie im Verdacht hatten,in Stücke zerrissen. Denn manhatte ihn längst vor einen heimlichenReformirten gehalten. Man hatunterschiedliche Gedickte von ihm;unter andern Lliams tt.oyanx; Xli-1b6re äe la nariv-ire; u. d- IN.

Angela Merici, oderAngelavonÄrescta , die Stisterinn der Ursu-linernonnen, war von Dezenzanoam Gnadersee gebürtig. Sie stif-tete diesen Orden zu Brescia isr7.und starb ,540. im ;4sten Jahr.

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