Band 
[Erster Theil.]
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die erste Jünger, ss der Heiland an«nahm. Man glaubt, Andreas ha-be das'Evangelium in Scvthirn ge-predigt, und endlich in Griechenlandden Märryrerwd erlitte». Er sollgekreuzigt worden seyn. Die soge-nannte Andreaskreuze sollen da-her von ihm den Nahmen haben.Doch find! man nicht genügsame Ge-währleistung hiervon im Alterthum.

Andreas II. König in Ungarn nvs.mit dem Beynahmen der Hieroso-lymicaner, weil er auch > r17.einen Kreuzzug ins gelobte Land that,und daselbst grosse Tapferkeit bewies.Er mußte zerschiedcne Kriege aus-halten , aus welchen er sich aberglücklich heraus zog. Von ihm sol-len die ungarische Edelleute das Pri-vilegium erhalten haben, daß, wanner oder seine Nachfolger ihreUnterthanen unterdrücken ,oder ihre Vorrechte schmäh-lern würden, ste berechtigtseyn sollten, selbige mit ge-wafnerer Hand zu vertheidi-gen , ohne des Hochverrarhsschuldig zu werden Weil dieseAreyheil je und je zum MißbrauchAnlaß gegeben, wurde sie »687. beyJosephs Krönung abge schüft.

Andreas, ( Lanccll.) auchAndrewS,ein englischer Bischof, gebühren zuLondon i sss- starb als Bischof zuWinchester den »s. Scpt. 16-6.Er war auch bey Konig Jacob l.und Carl!. Allmosenier und Ge-heimbder Rath, und soll >r. Spra-chen verstanden haben. König Carlließ seine Predigten nach seinem Todsammlen, und zusammen drucken,wiewohl sie heut zu Tag wenig ge-achtet werden. Man hat auch Pre-digten äs veeimin er Vluris , nebsteinigen andern von ihm.

Audreas, (Valer.) ein berühmterBlbliothecmius bey der UniversitätLöwen, gebohren zu Oessel iu Dra-dant den rx. Nov. 1588. hat seinen

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Nahmen durch eine grosse AnzahlSchriften verewigt. Nach dem Ge-richt des Huctius hat er noch ,6sr.zu Löwen gelebt.

Andreas, ( der kleine Pater) sieheBoirlenger.

Andrem», ( Jsab. ) eine berühmteCoiiwdianknn in Italien, gebürtigaus Padua, wird unter die schön,sten, witzigsten, und, nach dem Zeug«niß ihres Mannes aus ihrem Epita-phia, tuqendhaftesten Frauenzimmerihrer Zeit gerechnet. Sie wurde indie Academie der Intenti zu Paduaaufgenommen, und starb zu Lyon aneiner »»zeitigen Geburt 1604. iin4rsien Jahr. Sie hat Gedichte hin-terlassen , die man hoch schätzt.

Andrelinus, (Publ. Faust.) ein gu-ter lateinischer Dichter, gebürtig ausForli. Er war ein guter Freunddes Erasmus, Pros. der Poesie,Rhetorik und Spharik zu Paris,und stund bey Ludwig XU. in gros-sen Gnaden. Man sitzt seinen Todauf 1518.

Andrews, (Lancellot)s. Andreas.

Andriscus , ein Mensch von schlech-ter Herkunft, der sich vor den Sohndes Königs Perseus in Macedonienausgab, dem er an Gestalt und Lei,besgrösse glich. Er erhielt einenvollkommenen Sieg über denJuven«tius, der Prator in Macedonienwar; wurde aber vom Quintus Cäci-lius Metcllus geschlagen, und imTriumph ausgeführt, ums 14 7. Jahrv. C. G.

Androgeus, des Minos Königs inCreta Sohn um i-sv. I. v.C.G.ward von etlichen jungen Leuten auSAthen und Meqara erschlagen. Mi-nos eroberte Athen und Meqara,und zwang die Einwohner ihm einenjährlichen Tribut von 7. jungen Kna-ben und 7. Mädchen zu geben, dieman dem Minotaurus vorwarf.ThcsiuS hat sie von diesem Tributbesreyt.

Andres