Band 
[Erster Theil.]
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»r6i An

f Schlacht bey Zama. Annibal ver-i lohr sie, und floh ;um König Antio-! chus, und von diesem zum König Pru«tias in Bithynien. Wie er sich> aber auch hier nicht sicher wußte,

! nahm er Gift, und flarb im > 8 r. I.v. C. G. im 64stcu Jahr seines Al-ters.

Annius von Viterbo, hieß eigentlichNanni oder Vlannis, ein be-rühmter Dominicaner,nönch, wargebohren zu V-terbo gegen >4)».Pabst Sirius IV. und Al>rander Vi.hielten viel aus ihn, so daß ihn auchletzterer >4-9- ju seinem MagisterPalatii machte. Annius hat eineMenge Schriften verfertiget, undsich besonders durch seine XVII.I>ibr. ^nriciuirncum, oder vielmehrdurch seine gelehrte Betrügereyenbekannt gemacht. Er hat nemlichin diesem Werke eine beträchtlicheAnzahl Schriften aus dem. Alter-thum ans Licht gestellt, welche manlängstens vor verlohren gehalten.Es sind aber auch in der That nichtsander«, als vom Annius unterscho-bene Werke, welches die Gelehrtenvorlängst erwiesen haben, ob ihngleich Franc. Marianns >7-8. inseiner Tiruria Netropoll dargegenhat vertheidigen wollen. JungeLeute m»lsien seine Schriften mit vie-ler Behutsamkeit gebrauchen. An-uius starb den i,. Nov. >s°r. im7<On Jahr.

Annulus, (Barthol.) s. Aneau.

Anschartus, s. AnsgarittS.

Ansegisus, Priester in dem Ki'rch-sprrngel von Rheims, Abt zu St.Michael, und endlich Erzbischof zuGens den r l. Jun. 8 7 - - Carl derKahle schickte ihn an den Pabst Jo-hann VIII. der ihn zum Prima«von Gallien und Deutschland machte.Allein Hiucmar und viele andereDischöffe widersetzten sich diesemneue» Primat. Ansegisus starb88 ;.

Htstor. Handwörterbuch.

An »6r

Ansegisus, ein berühmter Abt zuLobes, im Lüttichi chen, oder viel-mehr, nach demBaluzius, zuFo»tanelles, stund bey den Prinzen undBischöffen seiner Zeit in grossem An-sehen. Er starb 8)4- Man hateine Sammlung Capitularien vonCarl dem Grossen und Ludwig demFrommen von ihm, wovon Balu-zius > 676. eine schöne Ausgabe be-sorgt hat.

Anselmus, Erzbischof zu Canterburyin Engelland, war einer der berühm-testen Prälaten seines Jahrhunderts,gebürtig von Avsta in Piemont.Gegen 1060. trat er in den Bene-diclinerorden; wurde 1078. Abt zu6u Lee, und endlich den 6. Merzlo-;. Erzbischof zu Canterbury.König Wilhelm, der Röche , inEnqelland, der es mit dem Gegen,pabst Guibert hielte, verwiese An-selmen des Reichs, weil er alleinUrban il. vor den rechtmäßigen Pabsterkennen wollte. Anselmus giengnach Rom, und widerlegte auf derKirchenversammlung zu Bari >o>,z.die Einwürfe der Griechen mit vie-lem Beyfall. Als Heinrich I. zurRegierung kam, berief er Ausclmenzurück, zerfiel aber nachgehend« überden Investituren, die so viel Lär»mensgemacht, auch wiedermitihm.Anselm starb den Apr. no-.im 7Ssten Jahr. Er hat viel ge-schrieben. Die beste Ausgabe davonhat man dem Gerberon von >675.und i7r>. zu danken.

Anselmus, Cardinal und Bischof znLucca >061. war von Mantua ge-bürtig, und starb den >8. Merz1086. Er hat wider den Gegen-pabst Guibert und noch anders ge-schrieben , und war der GräfinnMathildis Beichtvater.

Anselmus von Laon, Dechant undArchldiaconus in dieser Stadt, lehrtemit vielem Ruhm aus der Universi-tät Paris und hernach la seinem8 Ktrch-