Band 
[Erster Theil.]
JPEG-Download
 

165 An

ihn an tzinen Kammerdiener, der eswohl besser wüßte.

Anrigonus, König der Juden undAristobulus II. Sohn, machte einBündniß mit dem König der Par-the> , nahm Jerusalem ein, undließ seinem Oheim Hircanus dieOhren abschneiden , um ihn zumHvhenpriesterthum untüchtig zn ma-chen. Allein Hircans Bruder He-rodes eroberte Jerusalem wieder,und schickte den Antigonus dem Mar-kus Antonius , der ihm den Kopfabschlagen ließ im -7. I. v. E. G.Mit ihm erlosch der Stamm derAsinonäer, nachdem er nü. Jahrreaierct hatte.

Aminous, ein ungemekn schöner jun-ger Mensch, aus Bithvnien gebür-tig, den der Kayser Adrian zumWerkzeug seiner schändlichen Aus,schweiffungen gemacht. Er sollj. I. i; r. im Nil ersoffen seyn; A-drian beweinte ihn auf eine recht wei-bische Weise, und ließ ihm zu Eh-ren Tempel aufrichten. Man hatnoch einige Münzen, auf welchen erals Bacchus vorgestellt ist.

Antiochus, mit dem BeynahmenSocer, König in Syrien und desEeleucus Nicanors Sohn, verliebtesich noch bey Lebzeiten seines Vatersin seine Stiefmutter Stratonice, diesein Vater in seinen, Alter noch qe«heyrathet hatte. Antiochus wurdeaus Liebe krank, und man sagt,der Arzt habe aus der Abwechselungdes Pulsschlags, der sich je nach derAnwesenheit oder Entfernung derStratonice veränderte, den Grundder Krankheit errathen. Seleucustrat sie ihm auch sreywillig ab. An-tiochus schlug die Bithynier, Mace-donier und Galatier und starb -6r.J.v.E.G.

Anriochus, mit dem BeynahmenTl-eno, König in Syrien, führteKrieg mit dem Ptolomäus Philadel-phus, endigte aber solchen durch eine

An 166

Heyrath mit der Tochter seines Fein-des '-erenice, ob er gleich von sei-ner Gemahlinn Laodice schon zweenSöhne hatte. Laodice, die er nacheiniger Zeit wieder zu sich genvin-men, rächete sich, richtete -46. I.v.C. G. den Antiochus mit Gift hin,und setzte mit Hülfe eines gewissenArtemons, der als der noch lebende,doch todt kranke Antiochus den Grosiscn des Reichs seinen letzten Willenbekanntmachte, ihren SohnSeleu-c»e Callinicus auf den Thron. Sieließ hierauf auch die Bercnice samtihrem mit dem Antiochus erzeugtenSohn erstechen. Allein ihre Grau,samkcit blieb nicht ungestraft. Pto-lomäus Evergetes erregte um seinerSchwester Berenice willen einenKrieg, worinnen Laodice umkam.

Antiochus, der Grosse, König inSyrien, folgte auf >cinen BruderSeleucus Ceraunus ri;.J v. E.G.Ptolomäus Philopator schlug ihn ineinem blutigen Treffen bey Raphia-17. I- v. C. G. Einige Zeit her-nach nahm er Sardes ein, grief dieMeder und Parther an, machtesich Meister vom jüdischen Lande,Phönicien und Coelesyrien, und ge-dachte auch Smyrna, Lampsacussaint den andern griechischen Städtenin Asien unter sich zu klingen. Al-lein diese suchten Hülse bey den Rö-mern, welche eine Gesandschast anden Antiochus schickten, und begehr-ten, er sollte dem Ptolomäus Phi«ladelphus das ihm abgenommeneLand wieder einräumen, und diefreye griechische Städte in Ruhe las-sen. Antiochus entrüstete sich hie»über, und kündigte den Römern imryr.J. v.C.G- auf Annibals An-stiften den Krieg an; wurde abervom Acilius Glabrio geschlagen, unddurch eine Hauptschlacht, die er beyMagnesia gegen Scipio den Asiati-ker verbchr, dahin gebracht, daß er2 -> «m