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thologie findet man viele Sinnge«dichte von ihm.
Antiphilus, ein berühmter egypti-scher Mahler/ der mit dem Apellesum den Vorzug eiferte. Sein Mei-sterstück war ein junger Knabe / dersich bückte/ um ein Feuer aufzu-blasen.
Antiphon, ein berühmter Redner zuAthen, aus dem Flecken Rham-nus in Attica gebürtig, hat zuerstder Redekunst die Gestalt einer Wis-senschaft gegeben/ und sie in Regelnverfaßt. Thucydides war sein Schü-ler. Er starb ungefähr 411. I. v.CG.
Antisthenes / ein berühmter Welt-weiser zu Athen und Stifter der cy-Nischen Sekte um ; 24. I. v. C. G.Er war des Socrates Schüler. Erwar Ursache / daß die zwey Todfein-de dieses Weltweisen Anytus undMelitus/ jener zur Landsverweisung/dieser zum Tod verdammt wurde.In seiner Philosophie hielte er sichmeistens an praktische Sätze. Vonseiner unverschämten Lebensart hießman ihn '^Trksrtvcov, welchesgleichsam den Jnnbegrif alles dessen /was cimisch war, ausdruckt. Ergieng sehr zerlumpt. Socrates abersagte ihm einsmals gar scharfsinnig:Ich sehe deinen Ehrggztz wohlaus deinem zerrissenen Man-tel hervorgucken.
Anton / (Paul) ein Lutherischer Got-tesgelehrter / qebohren den i r. Febr.1661. zu Hirschfeld in der Ober-lausitz, wurde 1652. Magister zuLeipzig/ und fieng daselbst mit Au-gust Herrmann Franken das berühm-te Collegium Philobiblicum av/ wel-ches hernach Anlaß zu den pietisti-scheu Streitigkeiten gegeben. 1687.gienq er Nlit dem damaligen Chur-sächsischen Prinzen, nachmaligemChurfürsten und König in Pohlen,Friderich August / als Reiftprediger
auf die Reift/ und besah Frank-reich , Sp anien / Portugal! und Ita-lien. Nach seiner Rückkunft 1689.wurde er Superintendens zu Roch-st;; 1692. Kirchenrath und Hofpre-diger zu Eisenach; i6y s. aber Pros.der Theologie zu Hall, und Churfürst!.BrandenburgischerConsisiorial Rath/und 1709. Jnspector über denSaalkreis, wo er den 10. Octob.17; 0. stard. Er hat sehr vieles ge-schrieben/worunter eine ausführlicheharmonische Erklärung dervier Evangelisten ist, die mansehr hoch hält.
Antonello, s. Anronius von Mes-sing.
Anronia, des Marcus Antoniusunddrr Octavia ältere Tochter/ war ei-ne der schönsten und tugendhaftestenPrinzessinnen ihrer Zeit. Sie wur-de an den Drujiis, der Livia Sohnund desTiberius Bruder / vermählt,mit welchem sie den Germanicus,einen vollkommenen Prinzen, dennachmahligen Kayser Claudius unddie nichtswürdige Livilla gezeugt.Sie verlohr ihren Gemahl in nochjungen Jahren, wollte aber dennochnicht zur zweyten Ehe schreiten,welches an dem verderbten Hos desAugusts ein seltsames Beyspiel war.Antonia entdeckte dem Tiberius desSejans Anschläge. Als ihr EnkelCaligula zur Regierung kam, hattesie anfangs einigen Antheil an der-selben; es währete aber nicht lange.Caligula machte ihr hernach so vielVerdruß, daß sie i. I. ;8. vor Kum-mer starb. Es ist so gar wahrschein-lich, dieser Unmensch habe sie ver-giftet. Plinius sagt von der Anto-nia, daß sie niemals ausgespienhabe.
Anronia, der vorhergehenden Enke-linn, und des Kayscrs ClaudiusTochter, wurde von Nero hingerich-tet, weil sie sich nach der PoppaaF; Tod