Band 
[Erster Theil.]
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Archelaus 1 . des Perdieeas natürli-cher Sohn, war grausam, undsetzte sich durch lauter Uebelthatenauf den Makedonischen Thron. So-rrates verweigerte r» ihm zu kom-men/ so grossen Abscheu hatte er vorseinen Grausamkeiten. Vermuth-lich ist er um da« Jahr; 99. v. C.G.durch einen seiner Lieblinge getödtctworden. Euripides stund in grossenGnaden bey ihm.

Archelau«, dessen Vater gleiche«Nahmens derBellonen oberster Prie-ster zu Comana gewesen/ erlangte;6. J.v.C.G. vom Marcus Anto-nius / an welchen sich seine sehr schö-ne Mutter Glaphyra gewendet/ dieKrone von Cappadocien. Er führteauch dem Antonius Hülfsvölker zurSchlacht bey Actium bey; und er-hielt sich dessen ungeacht unter Au-gusts Regierung. Tiberius aber /dem er zu Rhodus die erwartete Eh-re nicht erwiesen, forderte ihn unteranderm Vorwand nach Rom / nach-dem er bereits po. Jahr in Capyadocien regiert. Er starb auch da-selbst zwey Jahr hernach im I. 16.ohne daß man genaue Umstände vonder Art seines Todes erfahren hätte.Nach seinem Tod wurde Cappado-eien zu einer Provinz gemacht.

Archelau-, Herodes des GrossenSohn/ wurde zwey Jahr nach Chri-sti Geburt zum König in Judäa er-klärt. Ehe er nach Rom gieng / umseine königl. Würde vom August be-stätigen zu lassen / kostete es wohlbey zooo. Juden das Leben / wel-che den kayserl. Adler vom Thordes Tempels abgerissen hatten. Au-gust gab ihm die Hälfte dessen/ wasHerodes besessen hatte. Wie sichaber die Juden allzusehr über ihnbeklagten / wurde er nach Vienne inGallien verwiesen/ wo er im Jahr6. verstorben.

Archelaus / ein berühmter griechischerWeltweiter/ war des Anaxagoras

SchÜlek/ und des Socrates Lehr-meister/ ungefähr 444. I- v. C.G.Man hieß ihn den V 7 arurkündisger / weil er sich darauf vornemlichgelegt / worinnen er aber meistensbey den Lehrsätzen seines Lehrmei-sters geblieben. Er soll zuerst be-merkt haben, daß der Schall durchdie verschiedene Schläge und Schwin-gungen der Lust zu einer Stimmewerde. In seiner Sittenlehrehob er allen natürlichen Unterscheidzwischen dem Guten und Tosen auf/und leitete alles von den menschlichenGesetzen und der Gewohnheit her.

Archelaus / Bischof zu Carrhä inMesopotamien/ trat i. I. »77. mik^dem Verführer Manes in eine Un-terredung/ den er auch in grosse!Verwirrung gebracht haben soll.sMan hat noch die Acten dieser Dispu-tation. Nach des Hieronymus Be-richt ist sie anfangs von ihm syrischverfaßt/ und hernach ins Griechischeübersetzt worden.

ArchiaS/ ein griechischer Dichter,etwan 60. I. v. C G. welchen Cice-ro in einer Rede, die wir noch ha-ben, vertheidigt, als man ihm seinBürgerrecht zu Heraclea streitigmachen wollte. Er hatte ein Ge-dicht von dem Kriege wider dieCimberer gemacht, auch ein anderesvon dem Bürgermeisteramt des Ci-cero angefangen. Man hat abernur noch einige Sinngedichte von-ihm, so in die Anthologie eingerücktsind.

Archidamus, König zu Sparta',Agesilaus des Grossen Sohn, bestiegden Thron etwan zs6. I. v. C. G.Er schlug die Arcadier, trieb denEpaminondas zurück, und schiftenach Italien, um den Tarentinernwider die Lucanier und Bruttier bey-zustehen, wo er aber beym Anlän-den erschlagen ward. Es haben noch ?mehr Könige zu Sparta eben diesen -Nahmen geführt. ,

Archis