Band 
[Erster Theil.]
JPEG-Download
 

2^9

Ar

Ar

2FQ

guten Gründen iriderrathen, Wun-der der Tapferkeit. Als sie durchein Atheniensisches Schis verfolgtwurde, steckte sie statt'der persischeneilends eine griechische Flagge aus,undgries ein persisches Schis an, war«aus der König Daniasithymus vonCalyndus war, mit dem sie sich vor-her entjweyet hatte. Sie bohrtesolches in Grund, daß niemand da-vonkam, der sie hätte verrathen kön-nen, und das Atheniensische Schis,das sie vor eines von den ihrigen an-sähe , ließ von ihr ab. XcrxeSsagte nach der Schlacht . SeineMänner seyen zu Weibernund d:e Weider zu Männernworden. Sie bcmeisterke sichdurch List der Stadt Latmus, undLerxes übergab ihr die Erziehungseiner Kinder. Doch war diesegrosse Heidinn auch der Schwach-heit der Liebe unterworfen, und alsei» junger Mensch, Nahmens Dar-danus, ihr fein Gehör gab, ließsie ihm im Schlaf die Augen aus-siechen. Weil aber dessen ungeach-tet ihre Liebe immer zunahm, sollsie sich endlich aus Verzweiflung vondem lencadischcn Vorgebürge in dasionische Meer gestürzt haben. Vie-le Schriftsteller haben sie mit folgen-der Artemisia vermengt.

Arremisia, Königinn in Carien,Schwester und Gemahlinn desMausolus, hat sich durch die Ehre,so sie ihrem verstorbenen Gemahlerwiesen, verewigt. Sie ließ ihmzu Halicarnaß das prächtige Grab-mal Mausoleum erbauen, so un-ter die sieben Wunder der Welt ge-zählt worden , und hernach allenkostbaren Grabmälern den Nahmengegeben hat. Im Plinius undGellius findt man eine Beschreibungdavon. Letzterer sagt auch, Arte-misia habe ihr Getränke mit der A<schr ihres Gemahls vermengt, umselber ihm zu einem lebendigen Grab-

mal zu dienen. Sie setzte auchgrosse Preise daraus, wer die besteLobrede auf den Mansolus verferti-gen würde. Sie starb, noch ehedas Mausoleum aanz zu Stand ge-kommen, vor Kummer ,51. Jahrv.C,G.

Arremon, von Clazomenä, erfandzuerst die Maurbrecher, Sturmbö-cke und andere Kriegsmaschinen, alser mit dem Perrcles bey der Bela-rung Samos war, 441. I. v.CG.

Arremon, ein Jrrlehrer d^ n.Jahrhunderts, läugnete die Gott-heit Christ,; weil er aber die Heil.Schrift alljudeittlich hierin» fand,fieng er an diese zu verstümmeln.Vielleicht ist damals zu erst derSpruch I. Joh. v. 7. aus den altengeschriebenen Bibeln ausgemerzt wor-den. Ein neuer Socinianer, Sasmuel Ereil, hat sich auch in einerSchrift den Nahmen Arcemouiusgegeben.

Arreveldt, ein Bierbrauer von Gent,brachte säst ganz Flandern in Em-pörung wider den Adel und Grafenvon Flandern, so daß sich letzterernach Frankreich flüchten mußte;wurde aber 1 ;4f. erschlagen. SeinSohn Philipp war von gleicherVerwegenheit, und brachte i;8r.eiu Heer Rebellen von 60000. Mannwider Grafen Ludwig III. zusammen,kam aber in der Schlacht bey Rose-beck i)8r. um.

Arthur auch Arthus, ein König inBrittannien im VI. Jahrhundert,von welchem sehr abcntheurlicheDinge erzählt werden. Er soll dieRitter von der runden Tafel gestiftethaben. Allein das Fabelhafte inseiner Geschichte ist handgreiflich.

Arthur I. letzter Gras von Bretagne,gebohren zu Nantes 1187. SeinNetter Johannes Sine Terra aber»ahm ihm Bretagne, und ließ ihni-or. umbringen.

Archu