Band 
[Erster Theil.]
JPEG-Download
 

2§9

At

Ar

27c-

zu Freunden behielt, indem er sichgar vor keine Parthey erklärte. ESwäre ihm leicht gewesen, zu Ehren,stellen zu gelangen; allein er schlugsie beständig aus. Er hat ^nnslesnebst einigen andern Werken geschrie,beu, so aber sämtlich verlohren ge-gangen. Er starb zu Rom im 77stenJahr, ungefähr zc>. I v. C. G.Cicero hat sehr starken Briefwechselmit ihm geführt, wovon der AbtMongault eine schöne Übersetzungmit Anmerkungen geliefert hat.

Arricus, war arnler dem Nerva im,J. 97. Statthalter von ganz Asien.Sein Sohn, Herodes Arricuo,war des Lucius Verus Lehrmeister,und bekleidete 14). die bürger-meisterliche Würde. Dessen SohnAtticuS war von Natur so tumm,daß er das Alphabet nicht fassenkonnte, biß ihm sein Vater 24. Be-diente, jeden mit einem Buchstabenbezeichnet, gab, wodurch er end-lich die Buchstaben kennen und lesengelernt, dabey aber dennoch eintummer doch boshastiger Mensch ge-blieben.

Arricus, ein gelehrter Patriarch zuConstantinopel, von Sebaste in Ar-menien gebürtig, wurde bey denEinsiedlern erzogen, und vier Mo-nate nach der ArsaceS Tod i. 1.406.noch bey Lebzeiten des ChrysostomusaufdiesenStuhl erhoben. Pabst Jn-«ocentius l. und viele andere Bi-schofs« erkannten seine Wahl nichtbor gültig, weil sie die Absetzung desChrysostomus vor unrechtmässig hiel-ten. Doch nahmen sie ihn nachdessen Tod in die Gemeinschaft auf.Er starb gegen 4-7.

Arrila, König der Hunnen im V.Jahrhundert, war einer der gröstenEroberer, so man jemals gesehen.Er nannte sich die Griffel GVr-res , verheerte den Orient, zogdurch Pannonien und Deutschland,wo er viele Grausamkeiten verübet,

und kamt i.J. 450- mit einem Heervon svvooo. Mann nach Gallien.Er nahm vieleStädte ein,und belager-te Orleans; allein Artius, MerovauSund Theodorich nöthigten ihn, dieBelagerung aufzuheben. Bald dar-aus schlugen sie ihn 4 s'. bey Cha-lons in Champagne, wo er 200000.Mannverlohr. Nichtsdestowenigergieng er 4s r. nach Italien, wo erviele Städte verwüstete. Pabst Leobewog ihn ourch sein Bitten, daherRom unangetastet ließ. Die Er-scheinung eines Engels aber, so miteinem blossen Schwerdt neben demPabst gestanden, ist ein Mährchen.Als er mit seinem siegreichen Heerwider nach Pannonien zurückgekom-men , und sich eine neue Gemahlinnbeygelegt, starb er in selbiger Nachtan einem Blutsturz 4s).

M. Atttlius Aegulus , einer dergrösten Männer, die Rom hervor-gebracht, wurde 267. I. v. C. G.mit dem Julius kibo Bürgermeister.Sie bezwängen die Salentinrr, undnahmen ihre Hauptstadt Brindisiein. 2 s 6. 1 . v. C. G. wurde er mitdem Manlius Vulso Bürgermeister.Sie schlugen die Flotte der Cathagi-nenser, bohrte chnen ;r. Schiffe inGrund, und eroberten 64. Man-lius kehrte nach diesem Sieg nachRom zurück. AttiliuS aber blieb inAfrica, schlug den Asdrubal undAmilcar, und eroberte Clupea nebstandern Städten. Eine grosseSchlange aber, 120. Ellen lang,that ihm grossen Schaden, bis ersie durch mancherley Maschinentödtete. Ihre Haut wurde nachRom geschickt. Das folgende Jahrschlug Attilius wieder drey feindlicheFeldherren, und nahm ihnen achtElephanten ab. Nun baten dieCarthagincnser um Frieden; er legteihnen aber solche. Bedingungen vor,welche sie nicht annehmen konnten.Sie rüsteten sich also neuerdingsI 4 zum