Band 
[Erster Theil.]
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zu Ba Ba zir

sidenten kamoignon, bey welchem er Bajus, (Michael) ein berühmtervon >680. an bis an seinen Tob den Gotresgelehrtcr und, Kanzler der U«

Jan. 1706. verblieben. Bail- niversität Löwen, war zu Melin im

let bcsaS eine nngemcin wcitläuftiqe Gebiete von Ach rslz. gebohren.

Gelehrsamkeit, und war dabey sehr Im Jahr 1 ss >. wurde ihm aufge-

arbeirsam. Der Eatalogus, den er wagen, die H. Schrift zu Löwen zu

über die Bibliotheck des Präsidenten erklären. Wie er nun ein grosser

gemacht, betrug ;r. Foliobände, Liebhaber des Augustins war, dessen

die er alle mit eigener Hand geschrie- Schriften er neunmal durchgelesen, so

den. Seine vornehmste Werke sind: folgte er auch in der Lehre von der

^suxemens öes Lyavan» ilir Iss prin-cipaux OvraZes cles /Imeurs, so>715. zu Amsterdam in i s. Bändenin >r. wieder ausgelegt worden;^ureurs cieguiibs tous des liomserrangers; I» Vie cle !VI8. Descar-tes; blilloire äe Hollands in 6.Lheil-n unrer dem Titel: Neuvil-le, Hiiloire des demeles du kapeLonikace VIII. avec kkilippe leLei, L.oi de krance , und viele an»dere mehr.

Vailli , (Rochiis) der aber untermNahmen la Riviere bekannter ist,war ein berühmter Arzt des XVI.Jahrhunderts, gebürtig von Falaisein der Normandie. Er war in denschönen Wissenschaften und der Welt»Weisheit wohl erfahren, solg:e aberallzuviel denen Paracelsischm Grund-sätzen , weßweqen er sich vertheidi-gen mußte. Er schrieb vemolle-rion , so ein kurzer Begrif von demLehrgebäude des Paracelsus ist; deß-gleichen du I^emeds conrre la per-ke, cbarbon er pleciretie und an-ders inehr, und sta:b als obersterLeibarzt des Königs Heinrichs IV.den s. Nov. >6os.

Baillon, (Wilh.) latein.ein berühmter Arzt zu Paris, gebür-tig aus Perche, der ,6-6. i»»78stenJabr verstorben. Er hat vieles ge-schrieben, worunter besonders seinelüdii II. Lpidemiorum er Lylre-inericlum z» bemerken. SeineSchriften kainen erst nach seinemTod heraus.

Batttus, s. Bari.

Gnadenwahl diesem Kirchenvater,und verließ das bisherige scholastischeLehrgebäude, Die Sorbonne zuParis untersuchte 18. seiner Sätze,und erklärte den r/. Jun. isüo.fünszehen derselben vor ketzerisch, unddie übrigen vor falsch. Nichts de«stoweniqer wurde Bajus 176;. nebstdem Lonr. Jansenius und Ja-cob Fessel vom König in Spanienauf die Kirchenversammlnng nachTrident geschickt. Ehe er dahin ab«reifte, gab er einen Theil seinerSchriften heraus, wovon der Restnach seiner Rückkunft folgte. In-dessen legte man verschiedene aus sei-nen Schriften gezogene Sätze demPabst Pins V. vor, der durch eineBulle vom 1. Oct. 1567. 76. sol«eher Sätze als ketzerisch, falsch undauflässig verdammte ; doch wurdein der Bulle selber sein Nahme nichtaenennet. Der Cardinal Granvellaüberreichte diese Bulle der Universi-tät Löwen. Bajus unterwarf sichderselben, läugncte aber, daß dieseSätze in seinen Schriften enthaltenseyen, oder man habe seine Worteverdrehet Gregor XIII bestätigtedie Bulle des Pius, brachte auchden Bajus so weit, daß er eine Acteunterschrieb, worinnen er bekennt,daß er viele von besagten 76. Sätzenbehauptet habe, und zwar nach dem-jenigen Verstand, in welchem sie dieBulle verdammt. Er starb endlichden >6. Sept. >s8p. Seine ge«sammle Werke sind 1696. in 4 jnCölln herausgekommen. Man findet

auch