Band 
[Erster Theil.]
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Sohn, und Königs Heinrich IV.Bruder. Er wurde in wichtigen Ge,sandjchasren nach Frankreich undDeutschland gebraucht/ hieß gemei-mal.ch nur der Cardinal vonWinchester, weil er diß Bisthumbesaß, und starb 1447.

Beauiieu, ( Ludwig le Blanc Herrvon) ein gelehrter Professor derTheologie zu Sedan, war 1614. zuPlrssis Marli gebühren , wo seinVater Prediger war, gewann dieFreundschaft der grösten Männer,besonders des Marschalls von Fa-bert, und starb zu Sedan 1677.Man hat von ihm Idoles ineolo-xicas, so unqemein geachtet, undunterm Tit. Dieses Lecianenses zu-sammengedruckt sind, nebst einigenandern Schriften.

Beaulieu, (Sebastian von Pontautvon) erster Ingenieur und Marschallde Camp der französischen Armee,wurde durch viele empfangene Wun,den, da er zuletzt vor Philippsburg1644. den rechten Arm veriohr,ausser Stand gesetzt ferner zu dienen,woraus er eine Beschreibung der Be-lagerungen und Schlachten , so dieFranzosen zu seiner Zeit gehalten,unternahm, selbige in Kupfer ste-chen ließ, und über 60000. franzö-sische Pfund darauf verwendete. Erstarb aber den 10. Aug. 1674. ehe eres vollenden konnte. Doch stellte esseine Gemahlinn >694. in r. Thei-len in groß Folio ans Licht, untermTit, les xloneules tlonguLres äsI.vuis le Oranä. Es ist ein Werk,das auf soo. Reichsthaler kostet.

Beaumont, (Franz von) Freyherrvon A'rets, ein französischer Edel-mann aus Dauphine, schlug sich,um sich am Herzog von Guise zu rä-chen , auf die Parthey der Resor-mirten , und that ihnen zwar trefli-che Dienste, übte aber dabey solcheGrausamkeiten aus, daß ihn seineeigene Leute verabscheueten. Nach-

gehends ließ er sich durch Verheiß,jungen und Drohungen bewegen,daß er wieder zu den Catholischenüberqieng, war aber fast in allen sei-nen Unternehmungen unglücklich, sobaß er bey beyden Partheyen in Ver-achtung kam, und starb den r.Febr.

If86.

Beaumonr, (Harduin) von Pere«fixe, s. pereflxe.

Braune, (Florimond) ein guter Ma-thematicus und Rath im Hosgerichtezu Blois, woselbst er ,6o, gebüh-ren, unterhielt mit dem Cartesiusund Bartholinus genaue Freund-schaft, und erfand voctresiiche Fern-gläser nebst andern astronomischenInstrumenten. Er schrieb Dom-mein. in Uensü äs Lsrces geoine-riiain; Lomm. in ^Igebrrm, gua-renus gettmecriL inservic, und starb

i6sr.

Beaune, ( Rainald von ) ei» be-rühmter Erzbischof von Bourges,gebohren zu Tours 1x17. war einervon den wenigen französischen Geist-lichen, welche Heinrich IV. sogleich

, vor den rechtmässigen Thronfolgererkennten. Er hielt beständig beyihm, und hatte hauptsächlichen An-theil an seiner Religionsänderung.Mit dem römischen Hof konnte ersich nicht recht stellen, und starb alsGroßalmosenier von Frankreich, zuParis 1606. im 7ysten Jahr.

Beausobre, (Jsaac von) ein be-rühmter Reformirter Gottesgelebr-ter, gebohren den 8. Merz 1679.zu Nisrt in Poitou, studirte zuSaumur, und wurde im rrstrnJahr zum Predigamt bestätigt. Beyder Verfolgung der Protestantenwich er aus Frankreich, und giengnach Holland, von dannen ihn diePrinzessinn von Oranien i6jj-i. alsKabiuetsprediger an die Fürstinnvon Anhalt Dessau schickte. 1694.gieng er nach Berlin, ward erstlich

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