Band 
[Erster Theil.]
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Assessor des Schöppenstuhls, undstarb als Präses der Juristenfacultätund des Schöppenstuhls den r,.Nov. 17;;. Er besaß eine schöneDibliotheck, wovon 17;/. zu Jenaein Catalogus gedruckt worden. Manhat viele Disputationen von ihm.

Becker, (Balthasar) s. Bekker.

Becker, ( Dan.) auch Beckher,gebühren zu Danzig den i z. Dec.1794. legte sich auf verschiedenendeutschen und dänischen Universitätenaus dieArzneykunst, und ward >6r;.zu Königsberg Pros. der Naturlrhreund Arzneykunst. 16)9. wurde erBrandenburgischer Leibarzt, undstarb den > 4. Oct.«6 7 7. Man hateine Ikeriacoiogirm nebst vielen an-dern Schriften von ihm. SeinSohn Daniel Becker, gebohrenzu Königsberg den 7. Jan. 16,7.starb daselbst als Professor der Arz-neykunst und damaliger Rector Ma-gmsicus den r». Jan. >670. Man, hat etliche akademische Streitschrif-ten von ihm.

Becker, e Thomas) oder Thomasvon Tanrerbury , eines Kauf«mannsSohn aus Londen, gebohrenden -1. Dec. 1,17. studirte zu Ox-fort und Paris, wurde Doctor desgeistlichen Rechts, Archidiaconus zuCanterbury, Kanzler von Engelland,und endlich n 6 r. Erzbischof zuCan«terbury. Wegen unterschiedlichenUnruhen, so er in Engelland ange-richtet , da er die Freyheit der Kir-che mit allzugroffer Heftigkeit gegenden König behaupten wollte, mußteer das Land räumen, worauf er sichin Frankreich und Italien aufhielt.Als er sich aber nach getroffenem Ver-gleich 1170. wieder in Engellandeinfindcn durfte, daselbst aber neueUnruhen stiftete, sagte endlich derKönig aus Ungeduld: Ist dannniemand, der mich von die-sen» unruhige» Pfaffen be-

fteye s Solches faßten etliche seinerBedienten zu Ohren, und ermorde-ten den Erzbischos den -8. Decemb.1170. in der Kirche, ohne daß je-doch der König weitern Befehl dazugegeben hätte. Pabst Alexander III.hat ihn vor einen Märtyrer und Hei-ligen erklärt. Er hat ttymnum aäOeiparam, LpiüolLL und einigesanderes hinterlassen.

Beckmann, (Nicolaus) von Heidain Dilhmarsen, studirte zu Königs-berg dir Rechte, und wurde 1678.als Hofmeister zum Grafen vonOxenstirn nach Stockholm bernffen-1661. gieng er nach Helmstädt undMarburg, und nahm 1666. zu Or-leans die Doktorwürde. Zu PariSließ er bledullrm )ultinianesm dru-cken, mit einer Zueignungsschrift anKönig Carl Xl. in Schweden, soihm durch Oxenstirns Vermittlung1667. eine juridische Profession zuLunden in Schonen eintrug. Hierlebte er, sowohl wegen seiner ge-machten Heyrath als anderer Ursa-chen, in geringem Ansehen. Wienun Puffendorf als Professor des na-türlichen Rechts nach Lunden kam,und bald die Studenten an sich zog,wurde Beckmann so böse darüber,daß er allerhand Schriften wider ihnausfliesen ließ. Allein die Sachegieng so aus, daß Beckmann 167».sich nach Koppenhagen flüchtete,worauf er 1677. von» academischeaSenat zu künden aus ewig verwie-sen, und seine Schrift: Index no-virarum in 8am. kuiendortu lidrisds ). dl. ec 6. conira Orlkodoxi«kuiidainemr comemarum durch denHenker öffentlich verbrannt wurde.Er kam daraus, wie einige wollen,als kurzweiliger Rath, an kayserl.Hos, änderte die Religion, undwollte Puffendorsen noch durch sei-nen Schwager, der in dänischenDiensten war, erstechen lassen. Vonseinem Tod weiß man nichts. Er