Band 
[Erster Theil.]
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selten. Sie sind aber 1714. mit an-dern dergleichen Schriften wiederaufgelegt worden.

Casus, ein Bischof zu Rom zu Endedes dritten Jahrhunderts, wird voreinen Dalmatier und Verwandtendes Kayser« Diokletians ausgegeben.Er soll zuerst geordnet haben, daßdie Geistlichen durch die sieben ge-ringere Aemter Stuffcnweise zurBischöflichen Würde gelangen sollten.Allein man hat von allem keine zu,verlässige Nachrichten.

Calaber , ( Quintus) ein vermuth-lich aus Smyrna gebürtiger griechi-scher Dichter, daher er auch Loin-tue oder Wuinrus Gmyrnaus«enenntwird, schrieb kaialipomenaHomer! , teu äetcriprionem delliLliaci sb ÜleLioris imeriru usguesc! reciicum live naufra^ium Orre-corum, jo der Cardinal Bessarionin dem alten Kloster St. Nicolai inCalabrien gesunden; daher auchder Verfasser den Nahmen Lalarder bekommen hat. i?Z4- ist zuLeiden eine neue Auflage davon, un-tern! Tit. krTiermissa ab blomeroaus Licht getreten. Dossius ver-muthet, Calaber habe unter demKavser Anastasius ums Jahr 491.gelebet

Calaber, ( Match. Preti) ein be-rühmter Mahler, gebohren 164z.jllTgpexna >il Calabrien, woher erden Beynahmen führt, starb in gros-sem Ansehen zu Maltha 1699.Man findt seine vornehmste Gemähl-de zu Modena, Neapel und Mal-tba.

Calagius, (Andreas) ein gekrönterPoet, gebohren zu Breßlau den ;o.Nov. 1549. war erstlich Rector zuGlatz , hernach Professor im Gym-nasio zu St. Maria Magdalena inseiner Vaterstadt, und starb daselbstden ,i. Nov. 1609. Man hatVon ihm Lxi§rammLcum Lencuri»

VII. IVliraculn äivins dibliÜL,terio äescripra, und anders.

Calanus, ein indianischer Welkwei-ser, der Alexander dem Grossen aufseinen Kriegszügen nachgefolgt. Nach-dem er 7Z- Jahr ohne einigen An-fall von Krankheiten zugebrachthatte, bekam er die Colick. Er batsogleich den Alexander, er möchteihm einen Scheiterhaufen zurichten,und sein Leichenbegängniß bestelle«lassen. Wie Alexander ihn von sei-nem Vorsatz nicht abbringen konnte,ließ er seine Armee ausrücken , undden Scheiterhaufen mit wohlrie-chenden Gewürzen durchräuchern,auf welchen sich Calanus in präch-tigen Kleidern setzte. Er blieb beydessen Anzündung unverändert. Alsman ihn noch fragte, ob er nichtsmehr an Alexaudern zu bestellenhätte? soll er geantwortet haben, erwisse nichts, und werde den Alexan-der nächstens zu Babylon wieder se-hen , welches man hernach vor eineWeissagung von dessen Tod angese-hen, so drey Monat daraus zu Ba-bylon erfolgt.

Calasio, ( Mariusvon) ein berühm-ter Franciscanermvnch und Professorder ebräischen Sprache zu Rom, woer >6ro im 7ostrn Jahr gestorben,hat eine grosse ebräische Concordanz-bibel in 4. Folianten verfertigt, soi6rr. zu Rom herausgekommen;nachgehende aber zu Londen mit Zu-sätzen wieder aufgelegt worden.

Calcagnini, (Coelius) ein sehr gu-ter lateinischer Dichter und Redner,und Canonicus zu Ferrara, erhieltvon seinem Vater den NahmenCoelius , weil er eben einen Briefdes Cicero an den Coelius las, alser die Botschaft von der Geburt sei-nes Sohnes empfieng. Er that ei-nige Zeit Kriegsdienste, reisete dar-aus durch Deutschland und Ungarn,und überließ sich nach seiner Heim-kunft ganz den Studien , bis er zuT 4 Rom