Band 
[Erster Theil.]
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wurde er von x. Churfürsten, dietheils seine Anverwandte, theils vonihm erkauft waren, 1x46. wider ge-dachten Ludwig zumKayser gewählt,und vom Churfürsten von Cölln zuBonn gekrönt. Doch blieben vieleStände auf Ludwigs Seite, undCarls meiste Anhänger waren auSder Geistlichkeit, welches ihm denBeynahmen eines PfaffenkönigS zu-zog. i;47. folgte er seinem Vaterin der Böhmischen Regierung; undda auch Ludwig in diesem Jahr starb,wollte er zugleich das deutsche Reichin Besitz nehmen. Allein die Chur-fürsten, welche an seiner ersten Wahlkeinen Theil gehabt, kamen den 1.Jan. 1,48. zu Franksort zusammen,erklärten seine Wahl vor null undnichtig, und trugen die Krone KönigEduard von Engelland an. AIS siedieser auSschlug, wählten sie Marg-grasen Friederich von Meisten, wel-chen aber Carl mit ioc>oo. MarkSilbers befriedigte. Endlich fielensie auf Grafen Günther von Schwarz-burg, der die Kayserliche Würde1 ;4y- annahm, und eben zu ihrerBehauptung sich anschickte, als ihmCarl durch Bestechung des LeibarztesGist beybrachte, wodurch Güntheran seinen Gliedern fast gelähmt, undausser Stand gesetzt wurde, Carlnmit Nachdruck zu begegnen. Gün-ther nahm zuletzt ,0000. Mark Sil-bers nebst Abtrettung zweyer Reichs-städte in Thüringen zum Genuß aufLebenslang, und überließ Carln dieKayserwürde allein. Von seinerganzen Regierung pflegt man zu sa-gen , er habe seiu HauS verderbt,um das Reich an sich zu bringen,und nachmals daS Reich, um seinemHause aufzuhelfen. Durch die gol-dene Bulle, die er rzx6. zum Theilzu Nürnberg und zum Theil zu Metzverfertigt und bekannt gemacht, hater sich unstreitig sehr um daS Reichverdient gemacht. Hingegen ließ

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er die kayserliche Rechte in Italienvollends inAbnahm gerathen,wiewohlihn auch hierinnen einige vertheidi-gen wollen. Böhmen, und beson-ders Prag, hat ihm in der Thatvieles zu danken. Er erweiterte die-se Stadt ungemein, und stiftete ih-re Universität. Die Wissenschaftenfanden überhaupt einen Befördereran ihm. Weil er seinen Sohn Wen,zel gerne zum Römischen König ge-habt hätte, und jedem Churfürsteneine Tonne GoldS vor seine Stimmeversprochen, so mußte er ihnen her-nach, als das Geld nicht vorhandenwar, die ReichSzölle und andereEinkünfte überlassen. Er starb znPraq den »9. Nov. rz/S-L»rl V. unter den Römischen Kay-fern, und der I. unter den Königenin Spanien, einer der grösten Prio-zen des Hauses Oesterreich, warben14. Febr. 1500. zu Gent gebohren.Seine Eltern waren der ErzherzogPhilipp, Maximilians!, und derMaria von Burgund Sohn, undJohanna von Castilien, Ferdinandsdes Catholischeu Tochter, und Er-binn der spanischen Monarchie.Carl, der bisher nur Prinz von Lu-xenburg hieß, verlohr seinen Vater,isv6, wurde aber dessen ungeach-tet mit vieler Sorgfalt erzogen.AIs sein Großvater Ferdinand 1x16.in Spanien starb, welcher feinemjünger» Enkel Ferdinand geneigterwar als Carln, nahm dieser ausMaximilians und der NiederländerAnratben den königlichen spanische»Titel sogleich von selbsten an, wor-aus aber die Spanier nicht gar wohlzu sprechen waren. Doch als Carlix>7. selbst nach Spanien kam,stellte er sie durch seine Gegenwartvollkommen zufrieden. Nach Ma-ximilian« Tod > s > 9. bewarb er sichneben König Franz!. von Frank-reich um die deutsche Kayserwürde,drang auch diesem vor, und wurde3 4 de»