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spurg wider Psalzgrasen Ruprecht sotapfer, daß ihn der Kayser zumRitter schlug. In den Kriegen, dieMaximilian mit dem Herzog zu Gel»dern, den Vcnelianern, demPabstJulius II. und den Franzosen ge-sühnt , erwies er immer grosseTreue und Tapferkeit. Bey Erobe-rung des Herzogthums Würtembergführte er 20000. Mann Fußvolksan. Carl V. ernannte ihn > s,,.zu Worin« zu seinem Rath und Feld-herrn in der gefürsteten GrasfchaftLyrol, übergab ihm auch dasSchloß Rungelslein, sammt derBurghut. Hierauf gierig Frunsbergbcp ausdrechendem französischen Kriegnach den Niederlanden, wo er seinewenige Mannschaft vor der überle-genen feindlichen Macht glücklichgerettet, von hier au« aber nachItalien, trug das meille zum Siegbey Bicogue bey, bekam bey Erobe-rung der Stadt Genua das silberneScepter, silbernen Schlüssel rc. undin der Hauptschlacht bey Pavia dasSchwer« Königs Franz I. das erauch mit sich nach Deutschland ge-bracht, und trug überhaupt sehr vie-les zu diesem wichtigen Sieg bey.Als 1526. ein neuer Krieg wider denKayser in Italien ausdrach, warber aus Treue gegen diesen Prinzenaus eigenen Mitteln > -ooo. MannFußvolks, wofür er alle seine Güterversetzen mußte, und zog damit nachItalien. Aus diesem Zug soll er ei-nen Strick bey sich geführt haben ,womit er den Pabst aushängen woll-te, vermuthlich um seine Leute durchdie Hofnuog zur römischen Beutedesto williger und wüthiger zu ma-chen. Allein der Mangel an Geldund Lebensmittcln bey der kayserli-chen Armee veranlaßte einen Auf-ruhr unter seinen Soldaten, darüberFruneberg sich also erzürnte, daß ihnder Schlag rührte. Er wurde hier-durch untüchtig, seine Völker wei«
Fr 1504
ters anzusühre», ließ sich daher nachFerrara, und hieraus nach Deutsch-land bringen, wo er r-z. starb,ohne baß er im Stand gewesen, sei,ne Güter wieder einzulösen. Nebenseiner Tapferkeit schrieb man ihmauch eine ausserordentliche Leibesstär,ke zu. Sein Sohn Caspar vonHrundsberg, diente ebenfalls mitvielem Ruhm unter den kayserlicheaVölkern, lag ,72s. in der StadtPavia, als König Franz sie bela-gelte, bewies seine Tapferkeit beyvielen andern Gelegenbetten, undstarb if;7 im rüstenJabr.
Frucer, (Lucas) ein gelehrter undscharfsinniger CriticuS des XVI.Jahrhunderts, aus Brügge gebür-tig, kam 176s. nach Paris, undstarb daselbst bald darauf/ als erkaum 27. Jahr alt war. Muretusund viele andere Gelehrten warenseine gute Freunde. Man bat vonihm: dlocas in Oellium, undeinige andere wohlgeschriebene Sa«chn.
Fucci. ( Vauni ^ ein aufgeweckteritaliänischer Dichter aus Pistoia ge-bürtig, lebte um i;oc>. Erbrach-te durch seine Schriften die italiäni-sche Dichtkunst nahe an diejenigeSchönheit und Artigkeit, die siebald daraus durch den Petrarch er-hielt.
Fuchs, ( Leonhard) ein berühmterdeutscher Arzt, gebohreu >70«.zu Wembdingen in der ObernPfalz, nahm 1714 die Doelorwür«de an, trieb hernach dieArzmyknnstzu München und Jngolstadt mit die«lem Ruhm, bis er >726. zur medi-cinischen Profession an letzterm Ort,zwey Jahre hernach aber zum Leib»arzt des Marggrasen von Aaspachbmiffen worden. Nach fünf Iah,reu berufte man ihn wieder nach In«golstadtr weil man ihm aber wegender Religion allerley Hindernisse inWeg legte, gieug er nach Anspach
zurück,