Band 
Zweyter Theil.
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Gondebald M. auch Gombald,König in Burgund, GondicarsSohn, überwand seinen BruderChilperich, tödteteihn, und bemäch-tigte sich 49 1- des Königreichs.Er brachte hieraus den Krieg inItalien, plünderte und verwüsteteganz Aemilien und Ligurien , underoberte Turin. Nach seiner Rück-kunft gab er 49;. seine Nichte Clotildedem Clodoväus zur Ehe; allein sie-ben Jahre hernach schlug ihn dieser/und verfolgte ihn bis nach Avignou.Gondebald schloß sich daselbst ein,und war genöthigt, den Friedenaus die Bedingungen anzunehmen ,die ihm der Üeberwinder vorlegte.Kaum war er frey , als er Viennebelagerte und einnahm, und seinenBruder Godegisilus in einer ariani-schen Kirche erwürgen ließ. Durchdiesen Tod blieb Gondebald ruhigerBesitzer des Königreichs bis an sei-nen Tod, der s 16. erfolgt. Von ihmhaben die Burgunder eine Samm-lung sehr nützlicher Gesetze, welchesie nach seinem Nahmen: 1 a I.oi6ombette nennen. SlgismundundGodomar, seine Söhne, regiertennach ihm. Er war ein Arianer.Gondrin , ( Ludwig Heinrich vonPardaillan und von) ein berühmterErzbifchof zu Sens, war aus demSchloß Gondrin, im Kirchsprcngelvon Auch > 6 ro aus einer alten ade-liehen Familie gebohreu. Er stu-dirke in der Sorbonne, und wuibe1644. des Erzbischofs von Sens,Octavius von Bellegarde, seinesVetters, Coadjukor. Er nahmwirklichen Besitz von diesem Erz-bisthum den r6. Aug. 1646, undversähe es mit vielem Ciser bis anseinen Tod den 20. Septcmb. >674.Er hatte noch vorher dos FormularPabst Alexanders VII. von denProposinonc» des Ianseninsohne alle Oistinction und Erklärungunterzeichnet. Man hat einige

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Schriften und viele Pastsraloerord-nunqen von ihm.

Gondy,(Joh. Franz Paul von) auchGondi, ist bekannter unter demNahmen des Cardinal« vonRers, und war des französischenGenerallieutenants Philipp Emanuelvon Gondi, Grafen von Joigny,Sohn. Er that sich durch seineGaben hervor, ward Doctor derSorbonne, und seines Vetters desCardinals Joh. Franz von Gondi,ersien Bischofs zu Paris, Coadjutor.Weil er aber in der. pariser Hän-deln sich wider den König erklärt,wurde er 1652. zu Dinccnnes gefan-gen gehalten. 1654. folgte er sei-nem Vetter im Erzbiskbum Paris.Auch als Gefangener hörte er nicht sauf, den Hof durch seine Großvica- ^rios zu beunruhiqeo. Er flüchtete -sich darauf nach Rom , verglich sich ji6Lr. mit dem König; gab sein !Erzbisthum von sich, bekam bärge«gen die Abley S t. Denys, und starb ^zu Paris den 24. Aug. 1679. im -ssflen Jahr. Der Cardinal von >Rets war ein verschlagener, kühner !und unruhiger Mann. Er hatte ieinen aufgeklärten, weitsichtigen, !dabey aber ein wenig abentheurli- ^chen Kopf. Allein gegen das Endeseines Lebens wurde er sanstmüthig !und ruhig , ließ alle Staalsränke >fahren, und wurde von allen ehrli» >chen Leuten ungemein geliebt. Er !lebte zuletzt wie ein gemeiner Mann,um mehr als vier Millionen Schul-den zu bezahlen, die er in vorigerZeit gemacht, da er sehr prächtiggelebet. Man hat dlemvires vonihm, die sehr anacnehm zu lesensind. Man muß ihn nicht vermen-gen mit dem Cardinal perer vonGondi, Bischof zu Laagres, her-nach zu Paris, den SixtusV. 1x87.zum Cardinal erhoben. Er starbzu Paris den 17. Febr >616. imsusten Jahr. Sein Neffe, der

Cardi-

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