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1644
Zeit. Sie hatte die schönen Wis-senschaften von Victorin von Feltrigelernt, und ungemeinen Fortgangdarinnen gehabt. Ihre Mutter,Paula Malatesta, eine eben so schö-ne als tugendhafte und gekehrte Da-me, flößte ihr die Verachtung derWelt ein, und bewog sie ins Klosterzu gehen Cäcilia folgte dem Rathihrer Mutter, ungeachtet der Vatergar nicht einstimmig damit war, dersie lieber vermählen wollte.
Gonzaga, ( Eleonora ) Franz II.von Gonzaga, Marggrasen vonMantua, Tochter, und Franz Ma-ria de la Rovere, Herzogs von Ur-bino Gemahlinn, hat sich durch ihrevortrefiiche Eigenschaften berühmtgemacht. Sie ließ in Widerwärtig-keiten eine recht heldenmäffige Stand-hastigkeit sehen, und wollte auchbey den Unqlücksfallen ihres Ge-mahls dannoch immer um seine Per-son seyn. Die Keuschheit liebte sievorzüglich, und wollte mit Frauen,welche keinen guten Nahmen hatten,nicht einmal Umgang haben, so daßsie ihnen den Hof verbot. Ja sieverjagte zerschiedene derselben von ih-ren Landgütern. Diese tugendhaftePrinzessinn hatte zwey Söhne undz. Töchtern. Der altere Sohn wur-de Herzog zu Urbino und der jünge-re Herzog zu Sora und Cardinal.Die drey Töchtern wurden an sehrvornehme Prinzen vermählt.
Gonzaga, (Franz) MarggrafvonMantua, war Marggraf Friederichsvon Mantua Sohn, der Generalüber die Mayländischen Völker ge-wesen, und 1484. gestorben ist.Franz Gonzaga hat sich in denKriegen, so nach Ansang des XVI.Jahrhunderts geführt worden, gros-sen Ruhm erworben. Anfänglichdiente er den Venetianern, und hieltsich insonderheit in der Schlacht amTaro, bey Eroberung Novara,undbey Beschützung Königs Ferdinand n.
von Neapel wohl. Nachmals gabihin König Ludwig XII. in Frank-reich die Befchlshaberschast über sei-ne Volker in Italien, indem der Herrvvn Tremoville, der sie bisher ange-führt, in eine Krankheit gerieth, dieihn ausser Stand setzte, die Befehls-haberschast fortzusetzen. Allein weilGonzaga ein versöhnter Feind war,und der König erst das Jahr zuvorden Florentinern verbotten hatte, ihnnicht zu ihrem Feldherrn anzuneh-men, so kam er in Verdacht, alswäre ihm wenig zu trauen. Nichts-destoweniger liessen seine ersten Un-ternehmungen gar glücklich ab. Erschlug eine Brücke über den Gan-glion, und gieng durch Hülse seinesGeschützes im Angesicht der Feindeüber den Fluß. Allein an eben die-sem Tag faßten die französischen Ge-nerals einen Argwohn wider ihn,indem sie glaubten, Gonzaga hättedie Feinde, wenn er gewollt, gänz-lich über den Haussen werfen, unddas Königreich Neapel wieder erhal-ten können. Gonzaga stellte sichhierauf krank, um aus gute Art vonder Armee zu kommen, zog aberauch den grösten Theil der italiäni-schen Reuterey nach sich. 1709.wohnte er dem Treffen bey Ghierabey, wurde hieraus Kaysers Maxi-milian I. General, und hernach un,ter Pnkst Julius II. über die päbsti-schen Völker, endlich Gvnfalonieredes Kirchenstaats, und starb >719.Sein Sohn Ferdinand vonGonzaga war gleichfalls ein be-rühmter Kriegsheld, diente KayserCarln V. und König Philipp II. vonSpanien,und stürzte in derDelagerungSt. Qnintin 1777. so gefährlich,daß er den , 7. Nov. zu Brüssel imrosten Jahr starb.
Gonzaga , ( Jsabella von ) GuidoUbaldus von Montefeltro, Herzogszu Urbino Gemahlinn, war wie ih-re Nichte, Eleonora von Gonza, eine
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