1667
Gr
Gr
1668
Graef, s. Graaf.
Gräve, (Job. Georg) lat. .ein grosser Criticus und Polyhistor,gebühren zuNaumburg den -9. Jan.i6;r, brachte auf der Schulpsortedie meiste Zeit der Nacht mit LesungbrS Homerus und Hesiodus ju, wo-durch er sich im Griechischen vestsetz-te. r 6r 0. gieng er nach Leipzig, undkam von da nach Deveoter zu Gro-«oven, dem er sich gänzlich zu seinemUnterricht übergab. Er trieb hier-auf zu Leiden und I6s4. zu Amster-dam unter Alexander Moru« undDavid Blondell die Geschichtkundeund Gottesgelahrheit, bekannte sichzur reformirten Kirche, und kami6s6. als Professor der schönen Wis>senschasten nach Duisburg, 1658.nach Deventer an Gronovs Stelle,und endlich ,66r. als Professor derBeredsamkeit nach Utrecht. Hiezubekam er nach i r. Jahren noch diePolitick und Geschichtkunde zu leh,ren, wurde König Wilhelms Histo-riographus, und starb den - - .Jan.170;. Man hat eine vorlreflicheAusgabe des Hesiodus und andereralter Schriftsteller, vornemlich aberHielsurum unriguirarum romsnarum Mir. Folianten und HieLu-rum sntiguilamm itsliLnrum inFolianten, den hernach Burrmannfortgesetzt, nebst sehr vielen andernSchriften von ihm.
Graf, (Johann) ein deutscher Mah-ler, der zu Wien gebshren und ge-storben. Er war ein Schüler desgeschickten Mahlers van Älen, denman aber nicht mit einem holländi-schen Mahler van Älen verwechselnmuß. Sein Lehrmeister hatte Gra-fen so lieb gewonnen, daß er ihn mitseiner Stiefschwester verheyrathete.Er arbeitete besonders in Stückenvon seiner Erfindung. Die Figurenim Kleinen mahlte er vorkreflich.Die Stücke, die er nach seiner Ein-
bildung mahlte, hatten mehrentheilseinen grossen Platz oder Vorhof,worinnen er Pferde, Lasithiere undFedervieh aus das schönste vorstellte;auf der Seite dieser Stücke findensich öfters alte Gebäude, und dasEnde von einer Landschaft. DerPserdestall von ihm ist sehr schön.
Graffio, oder wie er bekannter heißtJacobus de Graffiis, ein be-rühmter Casuiste des XVI Jahrhun-derts , von tzapua gebürtig, warAbt zu Monte Cassino und Groß-pvnitentiarius zu Neapel. Man hatzerschiedene Schriften die Moral undGewissensfälle betreffend von ihm.
Grafigny, ( die Frau von) eine qe-lehrte französische Dame, war Mit-glied der Academie zu Florenz, schriebI-ecrres keruvienries, desgleichenein Schauspiel, Lenie betitelt, undstarb zu Paris den Decembr.> 778 -
Gräfinn, ( Maria« Sidylla) eineTochter des Medici -Mariani Grasn.Sie lebte in der andern Hälfte desXVII. Jahrhunderts. In derZeichnungskunst und Mahlerey hattesie es sehr hoch gebracht, und warauch eben so stark in der Naturge-schichte erfahren. 1678. gab sie ei-ne Beschreibung von der Rauvenwunderbaren Verwandlung und son-derbaren Blumennahrung mit Ku-pfern heraus.
Grailly, ( Joh. von ) Captal oderHerr von Buch , einer der gröstenFeldherren seiner Zeit. führte > ,64.die Völker des Königs Philipp vonNavarra wider König Carl V. inFrankreich in dem Treffen bey Co«cherel in der Normandie an, undwurde dabey von Bertrand clu Gue-sclin gefangen genommen. SeineFreyheit erhielt er nicht eher, alsdurch den Friedensschluß zwischendiese« beyden Prinzen, Er diente
hier»