Band 
Zweyter Theil.
JPEG-Download
 

r677

Gr

Gr

1678

aber: sein Vaterland und Vermöge«aus Liebe zur reformirten Religion,und wendete sich nach Deutschland,lehr te die Arzneykunst anfangs zuMairpurg, hernach zu Basel, undstark hieselbst den 16. April is6r.Mam hat I^ldeUum äs ^lemoriL

rex.Lranda, augenda, conlervsuclr;donnxendium de ruenda valerudinelirr-Lrarorum ; 1r. de prsedictionsrno rum riamrarumgue dominum 5 r-cili ex inssiectione yarnum Lorxo-ris und andere Schriften von ihm.

Gratiani / ( Antonius Maria ) eingelehrter Bischof zu Amelia, gebüh-ren den r;. Oct. is»7- in der klei-nen Stadt Largo ssn 8epo1ero inTo scana, wurde von» Cardinal Com-mendon erlogen, der ihm die wich-tigsten Sachen anvertraute, und einereiche Abtey gab. Nach dieses Car-dinals Tod wurde Gratiani Teere-tär erstlich bey Pabst Sixtus v. undhernach beym Cardinal Montalto.Clemens vm. der ihm seine Erhö-hung aus den päbstlichen Stuhl zumtheil zu verdanken hatte, gab ihmdas Bisthum Amelia , und schickteihn als seinen Nuncius nach Vene-dig. Weil ihm aber die Lust zu Ve-nedig entgegen war, kehrte er wie-der nach Amelia zurück, und lag sei-nen bischöflichen Verrichtungen flcis,sig ob. Clemens VIII. hätte ihmden Cardinalshut aufgesetzt, wannihn nicht der Cardinal Aldobrandinidavon abgehalten, weil Gratiani eingebohrner Unterthan des Großher-zogs von Florenz wär. Er starb zuAmelia i6n. Seine Schriftensind: 8ynodus Lccleliks ^merinse;de Lello t^prio; de Lailbus sdver-6r illullrium virorum sui Xvi; Viradrrdinrlis Oommendoni,etc.w0v0Naber nur das erste bey seinenLebzeitenini Druck erschienen; auch sind nochzerschiedene E8.von ihm vorhanden.Gretianus, Römischer Kayser, wur-de seinem Vater Valentinian l. von

seiner ersten Gemahlinn Severa denir. Apr. »59- zu Tirmich gebohren,und von demselben zu Amiens den-4- Aug. »67. zum Auqusius er-klärt. Er folgte ihm in der Regie-rung den > 7. Nov.; 75 - Gratianusbesaß Verstand ; war beredt, be-scheiden , keusch, und zeigte einengrossen Eifer gegen die Ketzer. Ernahm den Theodosius zürn Reichsge-hülfen an, erhob den Poeten Auso-nius zur Bürgermeisterwürde, undüberwand die Deutschen bey Straß-burg. Er war der erste Kayser,der nicht mehr Pontifex Maximusseyn wollte, weil solche Würde vondein Heidenthum herkam. Das En-de seiner Regierung war unglücklich.MaximuS ließ sich zum Kayser er-klären, empörte einen Theil der Le-gionen, und schlug Gratian bey Pa-ris durch Verrätherey des Merabal-dus. Der Kayser nahm nach die-ser Niederlage die Flucht, und wardzu Lyon vom Andragathus den rx.Aug. » 8 ». umgebracht.

Gratianus, ein gemeiner Soldat,wurde von den römischen Legionen,die sich in Britannien empört hatten,um 407. wider den Honorius zumKayser ausgeworfen. Er wurde abervier Monate hernach von eben den-jenigen, die ihn zuvor gekrönt, wie-der umgebracht.

Gratianus, ein berühmter Vene-dictinermönch des XII. Jahrhun-derts, von Chiusi gebürtig, brachtein dem Kloster zu Bononien bey 24.Jahre mit Sammlung eines Werkszu, das er Oecrenim oder Lon-^ordamiam dit'cvrdamium L-mo-num nannte, weil er in denselben dieverschiedene miteinander streitendeCanones zu vereinigen und zu ver-gleichen gesucht. Er machte es um1151. bekannt. Da er sich nichtselten betrogen, indem er den Canoneiner Kirchenverfammlung vor denCanon einer andern angenommen,Ggg4 «nd