Band 
Zweyter Theil.
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1680

und die Steven der Kirchenvater sehrmiteinander verwechselt, auch oftfalsche Oecr-talen angeführt, so ha«brn sich zerschiedene Schriftsteller da«Mit beschäftigt, seine Fehler zu ver-bessern , weich?« besonders AntoniusAugustinu« in seinem vortrestichenWerk: äe emenänrione Oisrinnigethan hat. Gratian war ein Zeit-genosse von Petrus Lombard»« undPetrus Comestor; es haben so gareinige bedaupket, sie seyen ). Brü-ter und »war Bastarte qewrsen, so«b r eine höchst 'unwahrscheinlicheEriähliinq ist Gratian« Oecretumhar viele« dazu b'nqettaaen, daß diePäb>ie in dem XIII. und folgendenJahrhunderten eine so grosse Gewalthaben ausüben können.

Sratianus, (Balthasar) s. Grascian.

Grariue, ein lateinischer Dichterund Ovid« Zeitgenosse, hat ein Ge-dicht von der Jägerey unter dem Ti-tel: k^neßeticon, verfertigt. Diebeste Ausgabe davon ist die Hollän-dische in rr. mit den gelehrten An-merkungen bet Janus Ulitius.

Grave, s. Greaves.

Vrave, (Joh.) ein tübingischer Pro-fessor der Rechten, au« OSnabrüggebürtig, starb als Senior seiner Fa-cultät den ,. Nov. ,688. im -;8stenJahr , nachdem er verschiedeneSchriften a « Licht gestellt.

Grauer, ( A'brecht ) auch Grasrver, ein eifriger lutherischer Got-tesqelehrter, qebohren zu Mesicowunweit Perlebcrg den Apr. 1575.wurde wegen seinen Streitschriften< 7 lx?eu 8 l^mkierarntmi genannt.Nachdem er zu Rostock, Frankfurtan der Oder, Jena und Wittenbergstudirt, auch an dem letzter» Ortphilosophische Vorlesungen jir haltenangefangen, und die ManisierirurdeAngfaymmen , wurde er, erstlich in

Ungarn, hernach zu Eisleben Rector,ferner Oortor und Professor der Got.tesgelahrheit zu Jena, und endlichGrneralsuperintendent zu Rorimar,wo er den;o. Nov. 1L17. gestor-ben. Er hat viele« geschrieben, undhat sich besonder« gegen die Refor-mirten zimlich heftig aufgeführt.

Graverol, (Joh.) ein gelehrter re-sormirter Prediger von Nitine« ge-bürtig, starb 1694 zu Londeu alsPfarrer an einer französischen Kirche.Seine vornehmste ist: küvle8 Vin-äicLw8, worinnen er Beweise vonder Geschichte der Schöpfung giebt,so wie sie Mosr« beschrieben hat.

-'Gravelande, (Wilhelm Jacob von)ein berühmter Mathematik»« und ei,ner der grösten und schönsten Geisterde« XVIII. Jahrhundert«, war den27. Sept. 1688. zu Herzogenbuschau« einem sehr alten Geschlechte ge«bohren, in welchem die Neigung zurMathrmatick und Naturlehre erblichzu seyn scheint. 1704. gieng er mitzwey seiner Bruder auf die Universi-tät Leiden, und schon in seinem r 8ienJahr verfertigte er, und zum theil ineiner Lection, deren er wider seinenWillen anwohnen mußte, seinenVersuch von der Perspecti'v , undfügte ihm noch Irairc: öe I'uiage <lsI3 Okambre oklcure pour le cieileinbey, so vielleicht da« beste ist, da«jemals in dieser Sache geschriebenworden. Er war aber so wenig vorseine Einsichten eingenommen, daßer e« erst 171 >. herausgab. »707.erhielt er mit seinen beyden Brüdernan einem Tag die Ooctorwürbe inder Rechtsqelahrheit. > 7 >;. nahmer an dem sournal I.irrcr3ire An-theil, und rückte in demselben, nebenden gemachten Auszügen, mancheeig ne Abhandlung ein, welche ver-dienten , besonderSziisammengcdrucktzu werden. Al« er 1717. als Ge-fandschüftssecretär mit nach Engel-

land