Band 
Zweyter Theil.
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rentünischen, gebühren, wo sein Va-ter ein Zimmrrmann gewesen. Erwar anfangs ein Mönch ju Cluguy,wuride Prior seines Klosters , undgierig mit Bischof Bruno von Toulnach, Rom, der auch sehr behülflichwar, daß er nachmals als Leo ix.den päbstlichen Stuhl bestieg. Hil-debrand war ein vor die damaligePapste so brauchbarer Mann, daßNikolaus II. ihn zum Archidiaconusder römischen Kirche machte, uudAlexander II. alle Geschäfte durchseine Hand gehen ließ, bis er endlichdiesem selber ro/;- in solcher Würdegefolgt. Gregorius vn. dann sonannte sich nun Hildebrand, ließalsbald seine Wahl dem kayserlichenHof durch Gesandten bekannt ma-chen, der sie auch nach geschehenerUntersuchung genehmigte. Nachder Anmerkung des Pagi ist Grego-rius der letzte gewesen, der seinWahldecret dem Kayser zur Bestät-tigung überschickt. Allein bald dar-auf that Gregorius den erstenSchritt,um seine grosse Absichten, die Ho-heit der Kirche über alle andere Ma-jestät hinauszusetzen, auszuführen,und hielt 1074- eine Kirchenver-sammlung zuRom wider denEhestandder Priester und die Simonie, wo-durch er unzählige Bewegungen undUnruhen verursachte. Er bestättigtesolches das Jahr darauf, und er-klärte zugleich wider alle diejenigeden Bann, die irgend.ein geistlichAmt von einem Layen empfangenwürden. Gleicher Strafe unterwarfer diese, wann sie sich unterstünden,dergleichen zu ertheilen. Und weilwider Heinrich IV. in Ansehung dervermeynten Simonie die meistenKlagen liesse», so wurden sogleichetliche seiner Räthe in Bann gethan.Seine Legaten kündigten hierauf demKayser an, der ihnen bis Nürnbergentgegengekommen, daß sie gemesse-ne» Befehl hätten, ihn als einen

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ercommunicirlen zu behandeln, biser wegen der Simonie würde dieAbsolution erhalten haben. Er em-pfieng sie von ihnen, und versprachdem Pabst in einem Schreiben, ihmallzeit gehorsam zu seyn. Dannochwollte er den Legaten nicht erlaubeneine Kirchenversammlung zusammenzuberuffen, und behielt diejenige vonseinen Räthen am Hose, welche derPabst nahmentlich in Bann gethanhatte- Gregorius foderte ihn daraufnach Rom, um bey der nächsten Kir«chenversammlung vor ihm als vorseinem Richter zu erscheinen; Heimrich aber verlachte diese Drohungen,und berief vielmehr 1076. eine Kir-chenversammlung nach WormS, aufwelcher vom Cardinal le Blaueder Pabst aufs härteste angeklagt,und seine ganze Wahl vor ungültigerklärt wurde. Gregorius hielt auchseinerseits eine Versammlung zuRom, wo er Heinrichen mit allenseinen Anhängern in Bann that,und, welche« noch kein Pabst vorihm gewagt hatte, diesen Prinzender kayserlichen Würde und seinerKönigreiche von Deutschland undItalien verlustig erklärte, auch alleseine Unterthanen von dem Eyd derTreue lossprach. Er ließ hieraufunterm Sept. 1076. ein Schrei-ben an alle Bischöffe und Prinzen inDeutschland ergehen, worinn er sieermähnet, wann Heinrich sich nichtbekehre, einen andern König zuwählen. Weil Gregorius wohl sa-he, daß sein Verfahren ihm grosseFeinde erwecken müsse, so suchte erseine Parthey durch drey grossePrinzessinnen zu stärken. Diese wa-ren die Kayserinn Agnes, Hein-richs Mutter, die Herzoginn Bea-trix, seines Vaters Schwester unddie Marggräfinn Mathildis, so Ge-schwisterkind mit ibm war. Dieseletztere Prinzessinnen waren in Ita-lien gar mächtig, und besassen grosse

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