Band 
Zweyter Theil.
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i 7 i? Gr

die meteorologische Beobachlunge»und dieCalender zu machrn/beywelcherArbeit er ungemeine Sorgfalt de>wies. Er starb den i o. Nov. 174-.Die ^lisLeüsneL Lerolinensia ent-halten viele Abhandlungen von ihm.Er hat auch einen vollständigen Lur-snm lVIarliemaricum zum Gebrauchvor seine Zuhörer verfertigt.

Sroddeck, (Gabriel) ein Philolo-gus, gebohren zu Danzig den 7.Jan. >672. studirte in seiner Vater-stadt und zu Leipzig, wo er -69;.Magister, bald darauf aber Colle-giat im Collegio Mar. Virg. wurde.Er durchreiste hierauf die Nieder-lande , Engelland, Frankreich, Ita-lien und Deutschland, und wurdeaufferordentlicher Lehrer der morgen-ländischen Sprachen zu Leipzig.1699. berief man ihn zum ProfessorkbilosopiiiT primre Mld krrüica:nach Danzig, wurde zugleich Biblio-thecarius, kam »70,. in die königl.preussische Academie der Wissensck)as-ten, und starb an der Pest den - r.Sept. 1709. Man hat von ihm:Dill'. H. rls Kebus Oavi6is ams erxnlb iuscepri re^ni sllminilirLrio-nem, worinnen er den Bayle abge-fertigt , uud viele andere leseuswürdigeSchriften.

Grodiciue, ( Stanislaus) ein be-rühmter Jesuite und grosser polni-scher Prediger, hat vm. BändePredigten in lateinischer Spracheaus alle Sonn- und Festläge desJahrs geschrieben, auch noch anderepolnische Schriften hinterlassen. Erstarb 161im 7^«, Jahr. Erwar Professor der Gotkesgelahrheitzu Vilna, und Reclor des Collegstzu Eracau und anderes gewesen.

Groeben, (Otto Friederich von der)ein berühmter Dichter, dessen Geschlechteines vondenältestcn in Preusftn ist, und sich allzeit hervor gethan

Gr 1714

hat. Den eigentlichen Zweig desStammes, aus welchem er entspros-sen war, weiß man zwar so wenig,als das Jahr seiner Geburt. Alleinsein grosses poetisches Wert, welcheser zu Danzig 1700. in 4. herausge-geben , verdienet angemerket ,u wer-den. Es heißt: Bergonene undseiner tugendhaften ArereenLebens-und Liebeegeschichle.Der Jnnhalt desselben stellet eineReise des Verfassers ins gelobte Landund zum H. Grab vor, die er schonvorher in ungebundener Rede be-schrieben hatte. Durch Bergonenversteht er sich selbst, durch Areteen,dessen geliebte, die Tugend, durchderen Bruder Ssortnnian aber dasUnglück. Es herrschet in dem gan-zen Gedicht eine beständige Allego-rie, worunter das menschliche Lebenvorgestellt wird, wie es mit der Tu-gend und dem Laster, Glück undUnglück vermischt ist. Das Todes-fahr des Dichters ist nicht bekannt.Man kann ihn unter die epischenDichter in weitläuftigem Verständerechnen.

Gronov , ( Job. Friederich ) einberühmter Polyhistor, gebvhren zuHamburg den 8. Sept. l6n. stu-dirte zu Mors und Leyden dieRechts-gelahrheit und die Antiquitäten,nahm im Haag dir resormirte Reli-gion an, reiset« >6)9. in Engcllandund Frankreich, wo er 1640. zuAnjou Oocwr worden, ferner nachItalien, wo er zu Venedig in die^caäemis äegli Incogniri ausge-nommen worden, hieraus durchDeutschland und wieder nach Frank,reich, und wurde nach seiner Zurück-kunst 164;- Professor der Bends-ml-keit und Eeschichtkunde am Gymna-sio zu Deventer, i6si. aber zu Ley,den Pros.ffor der griechischen Spra-che und Geschichten, auch Unwersi-tats Pibliathecarius, und starb1672. Er hat nicht nur gute Aus-Hhh f gaben