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führte er den Nachtrab. In derSchlacht bey Cbateau Thierry 1575.bekam er eine Wunde in den Backen,um deren Willen er den BeynahmenLslskr^ oder der Schrammicheeerhielt. Als er das Glück hatte,durch seine nute Eigenschaften derPrinzessinn Margaretha von Valoisju gefallen, welche doch ihr BruderKönig Carl IX. schon dem König vonNavarra zur Gemahlinn bestimmthatte; so dachte der König aus Mit«tel, sich des Herzogs von Guise loSzu machen. So bald aber dieserhievon benachrichtigt wurde, so hey>rathete er, um dem König allenVerdacht zu nehmen, alsbald dieCatharina von Clever Gräfinn vonEu, Franz von Cleves, Herzogsvon Revers, Tochter. Er erhieltviele Siege über die Reformirten,und zog den 9. May ,588. als imTriumph zu Paris ein. Er haltewohl noch grössere Anschläge gefaßt,als ihn König Heinrich III. zuBloiSbey Versammlung der Stande den-;. Der. is 8 8. ermorden ließ. Dißwar das Ende dieses ehrgeizigenPrinzen, vor dem der König seinHerr und die rechtmässigen Krön»erben erzittern mußten. Sein Bru-der Ludwig, Cardinal von Guise,erfuhr den folgenden Tag gleichesSchicksal. Nach ihrem Tod warfsich der mittlere Bruder Carl vonLothringen, Herzog von Mayemue, zum Oberhaupt der Ltge aus,und nahm den Titel eines Gene,neralliemenants des Sraarsund der Rrone Frankreich an.Allein Heinrich IV. überwand ihnsooft, daß er sich endlich 1599. ihmunterwarf, woraus er ihm getreublieb, und den Ort. iLn. zuSoissonS im lösten Jahr starb.
Guise, (Carl von Lothringen, Her-zog von ) dcS vorhergehenden Sohn,gcdohrcn den ro. Aug. i s/i, wurdemit viele» «»der» den Tag, da sein
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Vater zu Blois hingerichtet wurde,gefangen genommen, und a-is dasSchloß zu Tours gesetzt. Er ent«floh aber 1591, kam nach Paris,wurde von den Ligisten mit ungemei,nein Freudengeschrey aufgenommen,und wäre wohl von ihnen zum Königgewählt worden, wann ihn nicht dieEifersucht deS Herzogs von Mayemie,seines Vaters Bruders, daran ge-hindert hätte. Dieser junge Prinztödtete mit eigener Hand den tapfernSt. Pol. > 594. unterwarf er sichdem König Heinrich IV. und erhieltdaS Gouvernement von Provence.Unter Ludwig XIII. halte er einigeBedienungen zur Land und zur See; !allein der Cardinal von Richelieu, ^der sich vor der Macht dieses Hausesfurchte, nöthigte ihn, Frankreich zuverlassen. Carl gieng nach Florenz,und starb zu Cuna im Gebiete vonSiena den Sept. 1640. Erhinterließ von seiner Gemahlinn Heu-rietta Catharina von Joyeuse vieleKinder. Der Marsch« ll von Bas-sempierre ertheilt diesem Prinzengrosse Lobsprüche.
Guise, ( Heinrich von Lothringen,Herzog von ) des vorhergehendenzweyter Sohn, war gebohren den4 April >614. Er war einer derartigsten und vollkommensten Herrenin Frankreich, wohlgemacht, in al-len Uebungen geschickt, und besaßeben so viel Verstand als Hcrzhastig-krit. Weil er dem geistlichen Standgewidmet war, so erhielt er einegrosse Menge reicher Abteyen undselbst daS Erzbisthum Rheims.Nachdem er aber der PrinzessinnAnna von Mantna die Ehe verspro-chen, so nahm ihm der Cardinal vonRichelieu alle seine Beneficien. DerHerzog von Guise gieng nach Brüssel,und heyrathete daselbst die Gräfinnvon Boffu, die er bald hernach zu-rück ließ, um nach Frankreich zurückju gehe». Weil er aber an demTrat tat