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Pommern und Mecklenburg / woranihn Tilly nicht hindern konnte / derinzwischen Magdeburg belagerte.Den i). Jan. >6;i. schloß GustavAdolph dav Bundmß mit Frankreich/krast dessen er 400000. ThalerHülfsgeldtcr empfangen sollte; suchtesich, ehe er Tilly entgegen gieng/den Rucken frey zu machen , nahmFrankfurt an der Oder mit Sturm/und Landsberg durch Vergleich ein/erhielt von Brandenburg die Vestun-gen Spandau und Küstrin / wolltesich mit dem Churfürsten zu Sachsenbey der Dessauer Brücke vereinigen/und alsdenn Magdeburg entsetzen.Weil aber der Churfürst nicht wollte/gieng Magdeburg den 18. Mayi6;i. mit Sturm über/ und wurdejämmerlich verwüstet. Bald daraufbat der Churfürst / welchem Tillyaus den Leib gieng/ den König umdie Vereinigung / welcher denn mitI; ooc>. Mann zu Fuß und fast 9000.Reutern bey Wittenberg über dieElbe gieng/ und sich bey Lüden mitdem Churfürsten vereinigte. Den 7.Srpt. l6;i. wurde Tilly bey Leip-zig aufs Haupt geschlagen. Er drei,tete hierauf seine siegreiche Waffendurch Franken bis an den Rheinund die Mosel aus. , 6; r. gienger in Bayern / schlug den Tilly unddie Bayrische Völker am Lechz nahmNeuburg / Frcysingen / München undandere Oerter ein/ konnte aber Jn-golstadt nicht erobern, wo ihm einPferd unter dem Leib erschossen wur-de. Augsburg ergab sich bald z undmußte der Krone Schweden schwö-ren/ so grosses Aufsehen gemacht.Bey Nürnberg bestürmte er Waller-steins Lager / mußte aber mit Ver-tust rooo. Mann ablassen z woraufer wieder nach Bayern gieng. Weilaber inzwischen Wallerstein mit sei-ner ganzen Macht dem Churfürstenvon Sachsen aus den Hals gefallen/mußte örr König wieder nach Sach-
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seit/ wo es den 6. Nov. is;,. beyLützcn zum Treffen kam / in welchemder König bald anfangs erschossenworden/ die seinigen aber dennocheinen vollkommenen Sieg erfochten.Die genauere Umstände von seinemTod haben bisher noch nicht in hin-längliches Licht gesetzt werden können.Man hielt meistens davor / daß sol-ches vielmehr von seinen Leuten alsvom Feind geschehen sey / wobeyman auch den Herzog Franz Al-brecht von Sachsenlauenburq im Ver-dacht gehabt. Gustav Adolph hatteschon bey Unternehmung desdeutschenKriegs seine Tochter die PrinzessinnChristina zur rechtmässigen Thron-solgerinn erklärt. HieronymusBignon versichert / er habe des Gro-tins Werk: 6s ^ure dein er preis ,immer bey sich geführt / und sehrfleissig gelesen. Er hatte eine breiteStirne/ ein schön und röthlicht An-gesicht/ ordentliche Züge und feurigeAugen / die aber nicht weit in dieFerne reichten. Darneben war erlang von Statur/ schmal und vonguter Proportion. Seine Gebärdenwaren majestätisch/ sein Leib starkund durch die Arbeit abgehärtet.
In seinem moralischen Characterhatte er alles/ was den Helden undKönig bildet und zieret. Er wargelehrt / gottcsfürchtig / tapfer undgroßmüthig. Sein Leben ist erstneuerlich in englischer Sprache aus-führlich beschrieben worden/ wovonauch bereits der erste Band in deut-scher Uebersetzung in gr. 4. erschie-nen ist.
Gustav wasa, König in Schweden,war Erichs Wasa / Herzogs von jGripsholm Sohn/ gebohren den > r. ^May >490. Christian U. Königin Dännemark / der sich «518.Schwedens bemächtigt / hielt ihn zuKoppenhagen gefangen / Gustav aberfand Mittel, sich zu retten. AlsChristian wegen seiner Grausamkei-