Band 
Zweyter Theil.
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ten arus Schweden verjagt worden,wurd-e Gustav erstlich 1721. zumReicihsstalthalter von Schweden,den 27. Jun. isr). aber nahe beyUpsa I jum König gewählt. Er führ»1e di e lutherische Religion im Reichein, worüber er viele Unruhen aus-

! stehen , und unterschiedliche hart»näcki gte Bischöffe auS dem Reichschaffen mußte, machte die Kroneauf dem Reichstag zu Westeras den1;. Jan. 1544. erblich, und starbden 29. Sept. is6o. Er war Gu-stav Adolphs Großvater.

Gurb ier, (Aegidius) ein guter Phi-lvlogus, gebühren'6,7.juWeiffen»see in Thüringen, studirte zu Rostock,wo er 164s. eine Disputation inebraischer Sprache schrieb, reiset«hier auf nach Preussen, Holland undEngelland, und erhielt >672. dieProsession der morgenländischenSprachen zu Hamburg, wozui66o.die Logik und Metaphysik kam, undstarb zu Ufhofen in Thüringen den-7- Sept. 1667. Man hat Ko-vum lelismenmm 8;'riacum; I.e-xiLvn L^riacum und andere zurLiteratur gehörige Schriften vonihm.

Gutherius, (Jacob) französ. 6«., ein französischer Paria-mentsgpeslgs jlj PgM. von Chail'mont in Bassiqny:gel»ürtig, verfer-tigte i6r«. I^ibr. I'V. cie vecerifüre ponrikcio I7rbi5 R.omre, wo-für ihm der Rath zu Rom zu Be-jcugung seiner Dankbarkeit das rö-mische Bürgerrecht schenkte. Manhat auch <le ssure MINIUM 7. <le ri-ru, more er legibus pillci funeiisL.. III. äe Orbitale roleranäa, scc.von ihm.

Gutmund, s. Guimund.

Guttenberg , ( Johann von ) «inMaynzischer Edelmann, hatte denBeynahmen Gensefleisch, und waraus dem Geschlecht voaSorgenioch,

Gu 1754

tum Jungen genannt, gebohren.Man hat ihn bisher als eine der vor-nehmsten Personen bey Erfindungder Buchdruckerkunst angesehen, dochso, baß immer auch andere an demRuhm der Haupterfindung Theil ge-nommen. Es hat aber jüngsthmder berühmte Herr Professor Schöps-lin zu Straßburg in seinen VmäicüstypoLralibiciL die Sache in ihr völ-liges Licht gesetzt, wovon wir hiereiniges einrücken wollen: HerrSchoepflin unterscheidet zuerst dieArten der Druckereyen, welche indem XV. Jahrhundert geblüth ha-ben. Die erste, welche er die Lo«sterische nennt, und deren Erfin-dung die Harlemer ihrem Mitbür-ger, Loren; Costern, wiewohl allzufreygebig zuschreiben, ist bannn vonder ächten Buchdruckerkunst unter-schieden , baß bey jener ganze Seitenin hölzerne Bretter eingeschnitten,und wie andere Holzschnitte abge-druckt wurden. Diese XyloxrIpliirist schon vor, oder wenigstens zu La-sters Zeiten auf das höchste getriebenworden. Zu dem haben die Künst-ler dieser Art der Bögen nur auf ei-ner Seite abgedruckt, hernach aberimmer zwey Blatt aus einander ge-krömt. Es wird also diese Coste-rische Kunst fälschlich zur Buchdrucke-rey gezählt. Die zweyte Art nenntHerr Schöpflin die Guttenbergirsehe. Diese bestand darinnen, daßeinzele, aus Holz oder Metall ge-schnitzte Buchstaben in Rahmen zu-sammengesetzt, abgedruckt, und so-dann wieder aus einander konntengenommen werden. Die Ehre die-ser Erfindung, der Mutter der heu-tigen Buchdruckerkunst, gehört derStadt Straßburg, und Guttenber-gen zu. Dieser ließ sich zu Straß-burg 14)6. häuslich nieder, undwarzwijchen 14;». und 14)9. dererste Erfinder der geschnitzten einzelenBuchstaben, wozu er einige straß-

burgi-