Band 
Zweyter Theil.
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burgische Bürger, als Heilmann,Oreyzehen, Eggestein und Mentelint» Gehülfen hatte. Herr Schoepfiinlieht seinen Beweis aus dem straß-burgischen grossen Reichsprotocollvon i4z-, und einem daselbst vor-kommenden Zeugenverhör, welchesin einem Proceß zwischen Gultenbergund seines Gesellen Dreyzehen Erbenangestellt worden. Hieraus erhellet,haß Guttenberg in Straßburg einegeheime Kunst getrieben, Pressenangelegt, und gewisse Abdrücke ge-machthabe, u. s. w. Die mit Gut-lenbergischen Lettern gedruckte Bü-cher unterscheiden sich dadurch vonden neuern, daß die Buchstaben sehrrauh und ungleich aussehen. Diedritte Stuffe der Buchdruckerkunstueunt Herr Schöpsiin die Schef,fertsche. Als Guttenberg 1450.vach Maynz zurückkehrte, errichteteer mit Johann Fausten eine neueGesellschaft, der ihm «00 st. bärge-liehen. Beyde haben die Aussichtdieses Werks dem bekannten PeterSchiffer, lateinisch OMo, vonGernSheim gebürtig, anvertraut,welcher endlich 14s-. die Kunst Let-tern in gewisse Formen zu giesseaerfunden hat.

Ouymier, (Cosmus) ein geschickterRechtsgelehrter des XV. Jahrhun-derts, von Paris gebürtig, warCa-vonicus zu Sk> Thomas äu Louvre,Dechant der Collegialkirche zu St.Julien zu Laon, Parlamenterathund Präsident sux Luqueccs zu Pa-ris. Man hat einen vortreflichrnLomm. in krsgmrricam LanLionemDsroli Vll. von ihm, wovon FranzPinffon, ein berühmter Advocat, zuPari« 1666. eine gelehrte Ausgabeans Licht gestellt hat.

<ßuyon, (Joh- Maria Bouviers dela Mothe) ein durch ihre Schriftenund Schicksale berühmtes französi-sches Frauenzimmer, war den i;.

Gu 1756

April 1648. aus einem adelichenGeschlecht zu Montargis gebühren,und las von ihrer Jugend an die H.Schrift nebst den Schriften desFranciscus voa Sales fieissig. 1664.heyrathete sie einen Edelmann nah-men Tuyon; hatte aber keine ver- ^gnügte Ehe. 1676. ward sie Witt- zwe, hatte aber grosse Mittel, gieng»ach Paris, und machte daselbst mitdem Bischof von Gens d'Arathoa !Freundschaft. Die Bekanntschaft !des la Combe, des vornehmsten Ur-hebers der quietistischen Unruhen in !Frankreich, fischte sie hernach mit «in dieselbe hinein. Der Bischof vonGenf rieth ihr an, sich in seinem !Kirchsprengel auszuhalten, und zuGex eine Communität von sogenann- 1ten Neubekehrten zu errichten, um ,sich uin die übrigen desto mehr be- -mähen zu können. Die Frau vonGuyon gieng 1681. nach Ger, nach-dem sie alle ihre Güter ihren Kin- !dern überlassen, und sich nur eine»lässige Pension vorbehalten. Weil isie aber nicht Suveriorinn bey der ^ueuen Communität zu Gex werdenwollte, auch sonsten die Regeln der- jselben nicht nach ihrem Geschmackwaren, so begab sie sich zu den Ur- !fulinerinnenzuThonon, von danach ^Turin, ferner nach Grenoble undendlich nach Verreist. Während siesich in diesen entsteinten Ländern auf-hielt , verfertigte sie Klonen courr errrLs k»cile äe faire oraiton und I«Omiyue cies Lantigues Ue 8slo- ^mon, imerprere 1'elon ie fen»mysticiue. Diese beyde Schriftenerweckten ihr vielen Verdruß, ssdaß sie, als sie >687- aus Eimathender Aerzte nach Paris kam, ausBefehl des Königs im Jan. ,688.zu den Schwestern de la Visitationin der St. Antonsstrasse eingeschlos-sen wurde. Sie wurde aber einigeZeit hernach auf die Lorbitte derFrau von Miramion und auf das