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Hallier , ( Franz) ein französischerGottes gelehrter, und Doctor derSorbonne, von Chartres gebürtig,wurde nach zerschiedenen andern Be-dienungen, die er bekleidet, 1656.Bischof zu Cavaillon. Er rcisrte inItalien, Griechenland und Engel-land , und erwarb sich Pabst UrbansVIII. Hochachtung, so daß er ihnzweyinal zumBisthum Toulernann-te, und zum Cardinal machen woll-te- 1645. fand er sich mit grossemAnsehen auf der Versammlung derfranzösischen Geistlichkeit ein, aufwelcher die Regeln der regulärenGeistlichen erneuret wurden, die erdurch einen gelehrten Commentar.erläuterte. 165». kam er wiedernach Rom, und begehrte schriftlichund mündlich die Verdammung ders. Präpositionen des Jansenius.Richelieu und Barberini waren sei-ne Freunde; sie boten ihm auch an-sehnliche Pensionen an, wann er be-ständig bey ihnen bliebe; er wolltesich aber niemals hiezu verpflichten,und starb zu Paris -659. im ögsienJahr. Seine vornehmste Schriften
sind: Defensiv centlirre faculcatiorlieologiae p->rillsnsis, äeLpilcopvänxliL contra Msicrs; IraÄ. äsllisraldii- , und viele andere.Man findt viele Gelehrsamkeit,Nachdruck likd Gründlichkeit in allenseinen Werken.
Halln,arm, (Joh. Christian ) einDichter und Redner aus Schlesien,der aber in seinen Schicksalen sehrunglücklich war. Nachdem er zuBreßlau studirt, wendete er sich, 6 L;.nach Jena, und disputirte daselbst ;besonders erwarb er sich eine grosseFertigkeit in der griechischen, lütei-Nischen, italiänischen und französi-schen Sprache. ,688. zog er wie-der nach Breßlau, trat zur cacholi-schen Kirche, vcrlohr dadurch alleseine Gönner, und starb in grosserArmuth ,704. Hallmann ist unser
Ha 1778
den deutschen dramatischen Dichterndes vorigen Jahrhunderts einer dermerkwürdigsten, und nach '^ryphenund Lohenstcinen der dritte Schlesien,der sich darinnen hervorgethan.Sein Witz ist ziemlich reich; abernach Art des vorigen JabrbundertSnicht recht geläutert und qcputzek ge-wesen. Man bat van ihm. Ada-ms und Roflbelle, ein -Schäfer-spiel; Sophia, die beständige Mar-tyrinn, ein Traurspiel ; die ge-treue Urania, wieder -in Pasto-reü; die großmüthige Ma-riamne, rin Traurspiel; der ver-führte Theodoricus veronen-siS, ein Traurspiel; AntiochuSund Gtraeonica , eine Tragico-mödie; Katharina, Königinn vonEngelland, eine Oper, oder musi-kalisches Traurspiel; die Schau-bühne des Glücks, aus dem I-taliännchcn, ein Lustspiel, und dertapfere Heraclius . aus dem I-talianischen, ein prosaisches mit Ver-sen und Liedern untermischtes Schau-spiel. Sein schlesischer Adlers-flügel ist eine Abschilderunq allerHerzoge von Ober-Schlesien bis aufKayscr Leopolden.
Hallwachs , ( Joh. Michael ) einberühmter Professor der Geschieht-künde zu Tübingen, gebohren da-selbst den ,r Merz ,691, studirte inden Herzog!. Klöstern und zu Tübin-gen , ward bieselbst >710. Magister,erhielt die Repctentenstelle im Her-zog!. Stipendio, gieng hierauf nachJena, wo er NaZMer legens wur-de, und von da nach Holland. Nachseiner Rückkunft wurde er 1717.ausserordentlicher Professor der Welt-weisheit, ,7-1. aber ordentlicherLehrer der Geschichtkunde, Bered-samkeit und Dichtkunst, welche bey-de letztere er 17;;. mit der morali-schen Profession verwechselte. Erchricb unterschiedliche gelehrte histo-Kkk r rische