Band 
Zweyter Theil.
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that zwar solches, blieb ober dochbey seiner Meynung , und starb zuPariS den r.Sept. 17-?. im 8 zstenJahr. AIs ein Jesuite, der seinguter Freund war, ihm ei.istenSsagte, daß er sich über seinen frem-den und ungereimten Meynungensehr berretten finde, so fuhr Har-d-iv schnell aus, und sagte: Mey-nen Sie dann, daß ich meinganzes Leben über Morgensum vier Uhr werde aufgestan-den seyn, um nichts anderszu sagen, als was schon an-dere vor mir gesagt haben?Sein Freund antwortete ihm hieraufweit gemäßigter, daß eS sehr gutsey, wann man früh aufstehe; alleineS könnte doch diese Ungelegenheitdaraus entstehen, daß man anfangeetwas zu verfertigen, ehe man rechtaufgewacht, und sich ^dadurch derGefahr aussetze, Traume vorzubrin-gen. Seine vornehmsten Werkefind eine Ausgabe von der HitloriaKarursH des PliniuS, die man sehrhoch halt; eine Sammlung der Con-cilien in >r. Folianten, die viel Aus-sehen gemacht bat. Man schätztvornemlich die Tabelle dabey ; obbe«rührte dlironoloxie rerablis , sozwey kleine Quartbände sind, Lom-mein. in bl. lett. in Folio, worin-neuer behauptet, Christus und dieApostel haben in lateinischer Sprachegepredigt; eine gute Ausgabe derReden des Theniistius; Opuleuls,so >709. in Holland in Folw zusam-mengedruckt worden; andre derglestchen, wovon eben daselbst 17;,. einFslioband erschien. In diesemletztem findt sich auch seine wunder-bare Abhandlung ^iliej ilereÄi; 6 esupremoLkri'lli palcliNL; zwey Bäwbe wider den P.Courayer,ic. Alle seineSchriften sind mit widersimiischeu undabentheurlichen Einfällen angefüllt.Folgende Grabschrift, die ihm Herr deBoze, und nicht der Bischof Aller-

Ha 1792

bury von Nochester gemacht, drucktseine» Character am besten ant:

In exlpeKrrions )uliiciiHic sscer

Hominnm pLracinxokLroz,blacions Lsllus , Keligions Ho-

MLNUS,

Orbis lictersri porcencum:Veiiersnöre sntiguitsris culrorec clellruätor,äoÄe telmicittns,

Lomnin er inauäirs commentrvigilans eciiäic,scepricum xie eZir.

Oechllimre puer, suäLcia fuvenis,äelirÜL tenex.

Hardy, (Alexander) ein-französischerDichter, fieng unter Heinrichs IV. jRegierung an, sich bekannt zu ma« -chen. Er wurde für einen der bestentragischen Dichter in Frankreich ge-halten, ehe Corneille auftrat Er 'ist, wie man sagt, mit den Comoe-diantcn aus ein Theil verbunden ge-wesen, dafür er ihnen jährlich sechs !Tragocdien geliefert. Er dichtete so !leicht und geschwind, daß er in einem iMonat zwo Tragoedien machete. !Die Regeln der Schaubühne wäre» 'ihm nicht sehr bekannt, und die Ein-heit des Orts leidet oft gar sehr. ^Seine Verse sind schwer, und seineAufsätze sind plump. Don seinenStücken, deren er ;°o. gemacht ha-ben soll, sind 4>. gedruckt worden.

Er starb um i 6 zo. Man kann ihnmit drin deutschen Harms Sachs ver-gleichen.

arior, (Thomas) ein englischerMathcmalicus, gebohreu 1760 zuOrlord, studirte in seiner Vaterstadt,und erwarb sich durch seine Geichick-lichkrit die Hochachtung des berühm-ten Walther Ralegh, der ihn >587.nach Virginien schickte. Hariot gabeine Beschreibung von diesem bandheraus, und wurde nach seiner Rück-kunft dem Grafen Heinrich von

Nort-