Band 
Zweyter Theil.
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verbesserte den Cyklus von 8.Jahren,den Cleostratus erfunden hatte, undlegte den von 9 . Jahren vor. AlleinMeton mußte auch diesen Cyklusdes Harpalus wieder verbessern.

Harpalus, ein vornehmer Macedo«vier, und einer von Alexander desGrossen Feldherren, hielt die Par-they dieses Printen gegen seinen Da»ter Philippus, worüber ihn dieserverwiesen. So bald aber Philipptodt war, berief Alexander den Har-palus zurück, und gab ihm nachmalsdie Statthalterschaft von Babylon,nebst dem obersten Schatzmeister,amt. Harpalus, der sich einbildete,der König sein Herr, würde nie-mals wieder von seinem Zug ausIndien zurückkommen, begieng eineMenge Treulosigkeiten, um dengrossen Aufwand, den ihn sein Bettund sein Tisch kostete, bestreiken zukönnen. Als aber Alexander zurück-kam , und schon einige hart abge-straft hatte, wollte Harpalus allemzuvorkommen, und entflöhe mit un-säglichen Schätzen, die er aus derköniglichen Schatzkammer genom-men, nach Tänarus in Griechenland,und von da nach Athen, »m dieseStadt zum Krieg wider Alexanderzu reitzen. Als er aber den Phocionnicht bestechen konnte, gieng er wie-der nach TänaruS und von da nachCreka. Kaum war er hier ange-kommen , als ihn einer seiner ver-meynken Freunde verrätherischer Wei-se umbrachte. Alexander glaubtevon der Treue des lHarpalus so ver-sichert zu seyn, daß er diejenige inEisen schlagen ließ, die ihm die ersteNachricht von seiner Flucht brach-ten.

Harpalyce, das schönste Mädchenzu Argos, in welches sich ihr eigenerVater Clymenus verliebt hat. DurchHülfe ver Amme erreichte er seineAbsicht bey ihr. Einige Zeit hernachverheyrathete sie Clymenus an den,

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deut sie versprochen war, und Har»palyce reisete mit ihrem Mann ab.Clymenus aber ließ es sich reuen,seine Tochter verheyrathet zs haben,brachte seinen Eidam um, und führteseine Tochter zurück nach Argos, waer sich öffentlich vor ihren Ehemannausgab, tzarpalyre, die endlichan die schändliche Aufführung ihresVaters gedachte, tödtete ihren jüng-sten Bruder, und gab ihn dem Va-ter zu essen, bat darauf die Götter,sie aus dieser Welt zu nehmen, undwurde, nach der Fabeilrhre, in ei-nen Vogel verwandelt. Clymenustödtete sich hierauf aus Verzweiflungselber; s folg. Art.

Harpalycus, König der Amymnierin Thrakien, hatte eine TochterNahmens Harpalyce, die er mitKühe - und Pferbemilch auszog, undzeitig zu den Waffen gewöhnte.Sie wurde eine gute Kriegerinn,und der Vater befand sich wohl da-bey. Sie kam ihm eben zu rechterZeit wider den Neoptokemus, desAchilles Sohn, zu Hülfe, den siein die Flucht trieb. Als einige Zeithernach Harpalycus von seinen Un-terthanen ermordet worden, flüchte-te sich die Tochter in die Wälder, w»sie auf das Vieh des umliegendenLande- losgieng, und solches raubte.Man stellte ihr Netze, und fieng sie:und nach ihrem Tod bekriegten sichdie Bauren unter sich um da« Vieh,das sie geraubt hatte. Man hieltdeswegen Versammlungen und Spie-le um ihr Grab, um ihren Todauszusöhnen. Eine andere Harpa-lyce war sterblich in den Jphicusverliebt, brachte sich aber selbst um,weil sie keine Gegenliebe fand. Vondieser hat ein gewisses Lied Harpaslyce den Nahmen.

Harpocrares, der Isis Sohn, warbey den Hepden der Gott desStillschweigens. Man stellteihn unter dem Bild eines halbnackten

jungen