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1846
Fortgang in Frankreich. Sie ge,wannen die Schlachten bey Crevant,bey Verneint und bey Rouvroi, undhatten beynahe ganz Frankreich imBesitz, als von ungefähr ein jungesMädchen, Johanna von Are,gemeiniglich da« Mädchen vonVrlean« sich an die Spitze derfranzösischen Völker setzte, und dieEngclländer 14-9. nöthigte, dieBelagerung OrleanS aufzuheben.Von dieser Zeit an giengen die Sa-chen der Engelländer immer krebs»gängig. Sie liessen ihren jungenKönig nach Pari» kommen und da»selbst in der Cathedralkirche den -7.Nov. 14; i. mit einer gedoppeltenKrone krönen, schlössen auch 1444.einen Stillstand auf i§. Monate,den sie aber in Bretagne und Schott»land wieder brachen Sie wurdenüberall geschlagen, und hatten voni4>>i. an in Frankreich nichts mehrals CalaiS und die Grafschaft Gui«nes. Diese Unglücksfalle der Engel,länder kamen hauptsächlich von deneinheimischen Kriegen her, die unterihnen entstanden waren. HerzogRichard von Kork, der durch seineMutter von König Eduards m.zweytem Sohn Lionel abstammte,glaubte ein näheres Recht zur Kronezu haben als Heinrich, der von be»sagten Eduards drittem Sohn, Jo-hann von Gaunt, Herzog von Lan»caster, entsprossen war. Heinrichwurde vom Herzog von Z)ork beyS- Alban den ;i. May 1457. undnoch einmal bey Northampton den19. Jul. 1460. geschlagen und ge-fangen genommen. Das Parlamentthat zwar den Allsspruch, Heinrichsollte die Krone behalten, der Her-zog von Kork aber auf ihn folgen.Allein die Königinn Margarethavon Anjou, Heinrichs VI. Gemah»linn, gewann die Schlacht beyWakcfield, worinnen der Herzogvon Kork umkam, und setzte ihren
Gemahl wieder in Freyheit. In«zwischen wurde der Graf von laMarche, des Herzogs von AorkSohn, unter dem Nahmen EduardIV. zum König ausgeruffen, wozuihm der Graf von Warwick, denman nur den Rönigsmacher hieß,behülflich war. Heinrich wurdehierauf gefangen, in den Lowr zukonden gesetzt, und daselbst vomHerzog vom Glocester 1471. in sei«nem 5». Jahr umgebracht.
Heinrich VII. König in Engelland,war Edmund Tudors, Grafen vonRichemond, und der PrinzessinMargaretha aus dem Hause Lance«ster Sohn. Er empörte sich widerRichard m. und gewann denAug. 14,5. das Treffen bey Bos«worlh, in welchem Richard umkam,worauf Heinrich sich den zo. Sept.zum König von Engelland kröne»ließ. Man glaubte nun endlich deaStreitigkeiten der Häuser Kork undLancaster durch «ine Vermählungzwischen Heinrich und Elisabeth Kö«nig Eduards IV. Tochter und letzte»Erbinn des Hauses Kork ein Endezu machen. Er heyrathete sieWürklich den i8. Jan. 1486. undhiedurch wurden die Rechte der! bey»den Häuser vereinigt. Dannochfiengen die Unruhen von' neuem an,und Heinrichs Feinde suchten ih»zweymal durch zwey Betrüger vomThron zu flössen. Der erste warein gewisser Lambert Limnel, derden Nahmen eines Grafen vonWarwick annahm; der ander aber,ein Mensch, der auf Abentheurausgieng, hieß Perkin Waerbeck,und war eines bekehrten Judenvon Tounai Sohn. Dieser gabsich vor den Herzog von Kork aus.Allein Heinrich fand Mittel, dieEmpörer zu unterdrücken. Er lei«stete dem Kayser Maximilian Bey,stand wider König Carl vm. in