Band 
Zweyter Theil.
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Frankreich, bekriegte die Schotten,und stiftete zerschiedene Collegien,die ihm den Nahmen eines fron»men Fürsten und eines Freun-des der Gelehrsamkeit erwor«den. Er starb den rr. Apr. 170-.im fr. Jahr. Heinrich VIII. warsein Nachfolger.

Heinrich vm. König in Engelland,des vorhergehenden Sohn, gebüh-ren 1491. folgte auf seinen VaterHeinrich Vll. >709. Er verbandsich, auf Verlangen Pabst JuliusII. mit dem Kayser Maximilianwider König Ludwig XII. in Frank-reich, schlug die Franzosen den 18.Aug. isi;. beyGuinegat, welchesdie sogenannte Journee desEperonsist, weil sich die Franzosen dabeymehr der Sporen als des Degensbedient, und nahm Terouanc undLournai ein. Nach seiner Ruck-kunst in Engelland zog er wider dieSchotten, und schlug sie beyFlod-den, wo ihr König Jacob IV. um-kam. Heinrich machte hierauf mitLudwig Friede, und gab ihm >514.seine Schwester Maria zur Gemah-linn- Er schrieb hierauf wider denD. Luther, wodurch er sich bey P.Lev X. den Titel eines Beschützersdes Glaubens erwarb. Als derKrieg zwischen Carl V. und FranzI. angieng, ergrief Heinrich an-fangs Carls Parthey; errichteteaber einige Zeit hernach, auf Anra-then des Cardinals Wolsey, genaueFreundschaft mit Franz I. und ar-beitete r<r»8. an der BefreyungPabst Clemens VII. Eben dieserCardinal soll ihn auch bewogen ha-ben, seine erste Gemahlinn Cathari-na von Arragonien, Carls V.Mutterschwester und Heinrichs äl-tern Bruders Arthurs Wittwe, zuverflossen, und 17;;. Anna vonBolen zu heyrathen, worüber ihnder Pabst in Bann that. Heinrich

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ward durch die Excommunicalio»des Pabsts so erbittert, daß eralsbald daS päbstliche Ansehen inEngelland abschaste, den PeterS-Pfenning oder jährlichen Tribut, denseine Vorfahren seit dem Ina nachRom geschickt, aufhob, und dieGeistlichkeit verband, ihn vor dasOberhaupt der Rirche zu er.kennen. Wer diese Dbcrherrlich-keit des Königs nicht erkennen woll-te, wurde verjagt oder hingerichtet.Unter den letztem befanden sich ebenauS dieser Ursache der berühmte Car-dinal Johann Fischer und der ge-lehrte Thomas Morus. Dieß warder Anfang der Reformation in En-gellaiid, welche hernach Elisabethvöllig zu Stand gebracht. HeinrichVIII. schafle bey dieser Gelegenheitden Maltheserorden in seinem Kö-nigreiche ab, und ließ den H. Tho-mas von Canterbury ausgraben und -verbrennen. Einige Zeit hernach 'is; 6 . ließ er der Königinn Anna -von Polen den Kopf abschlagen» -weil ihn die Schönheit der Johan« zna yon Seymour eingenommen hat-te, die er auch heyrathete. Nach-dem diese 15)7. in den Wochengestorben, vermählte er sich 1540.mit der Prinzessinn Anna von Ele-ve, die er aber alsbald wieder nachHaus schickte. Er heyrathete hier-auf Catharina Howard, Tochterdes Herzogs von Nortfolk, ließ ihraber >741- auch den Kopf abschla-gen, unter dem Vorwand, er habesie nicht Jungfrau befunden, odervielmehr weil er eine heftige Leiden-schaft vor die Catharina Parre,eine junge Wittwe von grosserSchönheit, gefaßt. Als ober derKrieg mit Frankreich und Schott-land aufs neue angegangen, nahmHeinrich 1747. den Franzosen Bou-logne weg , und verbrannte Lethund Edemburg in Schottland. Ererhob die Städte Westmönster,Oxford,