Band 
Zweyter Theil.
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tert, und in dem Himmel, um dieerzürnte Juno zu besänftigen, mitder Hebe vermählt.

Herenchal», ( Peter ) ein Cano-nicuS RegulariS des Prämonstratea-serordrnS im XIV. Jahrhundert,war von HerenthalS in Brabant ge-bürtig, davon er auch den Nahmenhat. Er schrieb Larenam in klsl-inos und die Leben der Päbste Jo-hann XXll. Benedict XII. ClemensVI. JnnocentiuS VI. UrbanuS V.GregoriuS XI. und Clemens VII.welche Balzac -6-;. herausgegebenhat.

Heresbach, (Conrad) ein gelehrterSchriftsteller des XVI. Jahrhun-derts, von seinem Geburtsort He-reSbach im Herzogthum Eleve alsogenannt, war anfangs Hofmeister ,hernach Rath beym Herzog von Jü-lich, welcher ihm die wichtigstenGeschäfte anvertraute. HereSbachsetzte sich durch Aufrichtigkeit undGelehrsamkeit in allgemeine Hoch-achtung. Er verstand nebst den heu-tigen auch die lateinische, griechischeund hebräische Sprachen. Eras-muS, Sturm und Melanchthonwaren seine Freunde. Er starb deni«. Ort. if76. im 67sten Jahr.Man hat eine Beschreibung der Er-oberung Münster, von den Wieder-täufern isz6. und andere Schriftenmehr von ihm.

Hericourt, (Julian von ) ein ge-schicktes Mitglied der Akademie zuSoissonS, und der Ricovrati zuPadua, war zu SoissonS auS ei-ner adelichen Familie gebohren, undstudirte zu PariS. Die häuffigeVersammlungen, die er in seinemHause hielt, gaben Anlaß zur Er-richtung der Academie zu SoissonS.Der Hof übertrug ihm manchewichtige Geschäfte. Er starb 1704.Man hat von ihm: Ililloriam^LäemiD Lueillonenüs, gedruckt jUMnkaubau i 6 zs. in r. Sein

Enckel Ludwig von Hericourt,ParlamentSadvocat zu PariS, der17fr. gestorben, hat les i.oix ec-cleiislligues äes krrnces mites äsn»leur orcire nawrel geschrieben.

Heririer, s Nikolaus l') ein franzö-sischer Dichter des xvn. Jahrhun-derts, hat sich vornemlich durch zweyTrauerspiele Horcule kurieux undeiovis und durch seine kleine Ge-dichte berühmt gemacht. Unterletzter» zieht man besonders seinkorcrsir ä'^msrsnrlie andern vor.Er starb 1680. Seine TochterMaria Johanna l'Hertrier devillandon hat sich sowohl durchihre Wissenschaft und ihre Geschick«lichkeit in der Dichtkunst als auchdurch die Anmuth ihrer Sitten undedle Gesinnungen ihres Herzens vie-len Ruhm erworben. Sie war zuPariS 1664. gebohren, wurde 1696.von der ^caäemie äes ^eux Svrsuxzu Toulouse und -697. von derAea-demie der Ricovrati zu Padua zumMitglied ausgenommen. Sie starbzu PariS 1714- Ihre meiste Schrif-ten sind vermischte Verse und Prose.Sir hat unter andern eine Ueberse-tzung der Episteln des OvidiuS ge-macht , wovon sechSzehn in französi-schen Versen verfaßt sind.

Herkules, s. Hercules.

Herltcius, ( David) ein Philoso-phuS, MedicuS und AflrologuS, ge-bohren zu Zeiz in Meiffen den -8.Dec. i ff7. Er gab 1x84. einenCalender heraus, welcher glücklichenFortgang hatte, und gab sich mitdieser Arbeit s r . Jahr lang ab. Erlegte sich auch aufs Nativitätstellen;weil eS ihm aber nicht an Verstandfehlte, so bediente er sich dabey al-ler möglichen Vorsicht, um sich nichtder Spöttereyen auszusetzen, welchedie Ungewißheit dieser Kunst mit sichzu führen pflegt. Doch prophczryteer hea Untergang deS türkischen