Band 
Zweyter Theil.
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so legte er sich nachmals auch ganzallein auf diese Wissenschaften, undbrachte es unter dem berühmten Ja»eob Bernoulli sehr weit darinnen.1700. machte er sich der gelehrtenWelt durch eine Schrift bekannt,so den Titel führt: ää eirr. Viri

iZernaräidttemvenc^c Ocmüäerscio-ries lccunäas circa Lnlculi clifferen.rirlis principia eäiras U.espon6o.

Sie erwarb ihm die Hochachtungdes grossen Leibnitz, und einen Platzin der Akademie der Wissenschaftenzu PariS. 1707. wurde er Proses-ser der Mathematick zu Padua, woer bis 171;. blieb, da ihn der Kö«nig in Preussen zum Professor derNaturlehre nach Frankfurt an derOder berief. Hier gab er sein gros-ses Werk kkoronomir heraus.Sein Ruhm bewog den Czaar Peterihn zur Zierde seiner Academie nachPetersburg zu beruffen. Hermannnahm den Ruf 1724. an, und warbdaselbst von der Kayserinn Kathari-na gewählt, den jungen Czaaren Pe-ter H. die Mathematick zu lehren.Er setzte zu diesem Endzweck einenkurzen Begris von der Mathematickin französischer Sprache auf, so abersehr selten zu haben ist, weil mannur r s. Exemplarien davon abgezo-gen hat. Es ward 1728.und >7)v.gedruckt. 17; i. berief ihn sein Va-terland zurück, und machte ihn zumProfessor des natürlichen Rechts.Er versah diß Amt mit vielem Ruhmbis an seinen Tod, so den n. Jul.17)). erfolgte, r 708!. war er vondem Institut zu Bononieu und we-nige Monate vor seinem Tod vonder königl. Academie der Wissenschaf-ten zu Paris an des Grasen vonPem-brok Stelle zum Mitglied ausgenom-men worden. Hermann hat sich nieverheyrathet. Die Comment, vonPetersburg, Leipzig und andere der-gleichen gelehrte journnle enthaltenviele Abhandlungen von ihm.

Hermann, (Paul) ein bcühmterDotanicus des XVH. Jahrhinderts,aebohrea 1646. zu Halle n Sach-sen, gieng als Medicus derostindi-scheu Compagnie nach Ostindrn, triebdie Arzneykunst auf der JnselCeylan,und ward nach seiner Rückkmst Pro-fessor der Botanick zu Leiden, wo erden 29. Jan. > 69s.gestorben. Manhat von ihm: ^»lulogum k<rri me-äici luZcümo - barsvi; klors IuZ6u-no - brlLv-e üores und andereSchriften.

Hermannus Lomracms, ein be-rühmter Benedictinermönch m Klo-ster Reichen«», aus demGechlechteder Grasen von Vehringen undSul-gau in Schwaben, führte diesenBeynahmen, weil er von Kindheitan contract gewesen. Er verstanddas lateinische, griechische und ara-bische, und starb zu Alethausenios4. Er hat ein Liironicon undanderes geschrieben. Man eignetihm auch das 8-lve U-egim, dasixima keäemwris und die ProseVeni 8nnÄe Lpirirus zu.

Hermanr, ( Gottfried ) ein gelehrterDoctor der Sorbonne, war zuBeauvais den 6. Febr. 16,7. ge-bohren. Der Bischof Potier in die-ser Stadt ließ ihn zu Paris studiren,und hernach die schönen Wissenschaf-ten und die Redekunst zu Beauvaislehren. 164;. ward er CanonicuSzu Beauvais, 1646. Prior der Sor-bonne und Rector der Universität Pa-ris, und i6so. Doctor. In denGeschichten und in der Disciplin derersten Kirche besaß er grosse Geschick-lichkeit, und war ein vertrauterFreund von St. Beuve, Tillemontund vielen andern Gelehrten seinerZeit. Er starb plözlich zu Paris denn. Jul. 1690. nachdem er zuvoraus der Sorbonne und ihrem Capi-tal ausgeschlossen worden, weil erdas kormulaire nicht unterzeichnenwollte. Man hat viele vvrtrefliche

Schuf-