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Secretär und Bibliothekar deS Car-dinal- Barberini, und unter Jnno-centiuS X. Bibliothekar im Vatikan.Er wäre wohl Cardinal worden,wann Jnincenkius nicht gestorbenwäre. Alexander Vll. schickte ihniLff. der Königinn Christina rnt-gegen, von deren er zu Jnspruck ihrGlaubensbekänntniß abnahm. Erstarb zu Rom den Febr. r66>.Der Cardinal Barberini, dem erseine Bücher vermachte, ließ ihm einGrabmal von Marmor errichten.Er hat vieles geschrieben, worinnenman eine gründliche Beurtheilung-,kraft., eine genaue Critick und vielScharfsinn findet.
Homann, ( Joh. Bapt.) war den-«,. Merz 1664. in dem Windelhei,mischen Dorfe Kamlach von papisti.scheu Eltern gebühren, und in die»sem Glauben erjagen, den er aberhernach mit dem Lutherischen ver«wechselt. 1687. gieng er nachNürnberg, und war daselbst Nota-rius ; allein seine Neigung trieb ihndas Kupferstechen ju lernen. Erbrachte sich hierauf mitLandcartenste-chen in solches Ansehen, daß ihm 7 r s.der Kayser mit einer goldenen Kettebeschenkte, und ihn ju seinem Erb,iefchreiber ernennte; Peter der Grol-le aber 17-». t» seinem Agenten»estellte. Er starb dem. Jul. 17 » 4 -toter seinen vielen Carlen gereichthm besonders der äclas xermaniBxsLiÄiL in I»f. Carlen tu unsterb-ichem Ruhm. Sein Sohn Jo-hann Christoph setzte des VaterSLandcartenhandel fort, starb aberauch i7;o.
Hombergk, (Joh. Fried.) zu vach,ein deutscher Rechtsgele-rter, geboh-ren 167;. zu Marburg, studirte inseiner Vaterstadt, ward daselbstr7o;.auffcrordentlicher, 1709.aberordentlicher Lehrer der Rechte, >74».Dicekanjler der Universität, undstarb den ro. Febr. »748. Er hat
äe suiirpruäsnriL rarionrli und an-deres geschrieben.
Homberg, (Wilhelm) ein berühm-ter Arjt, Chymicus und Naturkün-biger, gebohren >6sr. zu Bataviain Ostindien, wohin sich sein Vater,ein Sächsischer von Adel, begebenhatte, um sein Glück daselbst zu su-chen. Sein Vater verheyrathetesich hier, jeugte eine Tochter, die inihrem 8ten Jahr wieder heyratheteund im yten ein Kind gebahr, undeinen Sohn, von dem hier die Redeist. Als Homberg nach Europajurückgekommen, ließ er seinen Sohnaus verschiedenen hoheoSchulen studi-ren, und hierauf unterschiedlicheReisen thun, um die Gelehrten sei-ner Zeit kennen zu lernen. Er bliebendlich ju Paris, ward ein Mitgliedder Akademie der Wissenschaften unddes Herjvgs von Orleans, nachma-ligen Regenten, Leibarjt. Erstarbr 7 l f. In den lllemoi^es der Aka-demie finden sich sehr viele Abhand-lungen von ihm.
Homelius, ( Johann) ein geschickterMathematicus deS XVI. Jahrhun-derts, war ju Memmingen isi8.gebohren. Er lehrte die Mathema-tick ju Leipjig, und in andern StädtenDeutschlands, erfand viele mathema-tische Instrumente, setzte sich beyMelanchthon und Kayser Carl v.. in Hochachtung, und starb ix6r.Er war des Joachim Camerariu-Tochtermann, und wurde von denGelehrten sehr bedaurt. Von seinenSchriften hatte er noch nichts dru-cken lassen.
Homerus, der älteste und berühmte-ste unter allen griechischen Dichtern,und einer der schönsten Geister, soman jemals gekannt, lebte ungefähriooo. Jahr v. C. G. und etwa«;oc>. nach Eroberung Troja, wannman den Arondelischea marmornenTafeln glauben darf. SiebenStädte stritten um die Ehre, seineGeburt--