Band 
Zweyter Theil.
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> Geburtsstadt zu seyn, «ach dem be-kanatca Vers:

Lm^inr, Ii.ko6os, tüolopbon, 8s>Ismi8, Lkios, ^rgos, ^kken-e,Orbis <te psrria ceicar, Home-rs, ru2.

Am wahrscheinlichsten ist, daß ervon Smyrna ober Chio gewesen.Don sci:.rr ganzen Lebensgeschichteweiß man nichts zuverlässiges. Mangiebt ihm die Critbeis zur Mutter,und Ven Phemius oder Pronapideszum Lehrmeister, welcher die schö-nen Wissenschaften und Music zuSmyrna lehrte. Pbemius ließ sichd»e gure Aufführung der Crilheis sowohl gefallen, daß er sie heyrathete,und den Homerus zum Sohn auf«nahm. Nach ihrem Tod erbte Ho«merus ihre Güter und seines VatersSchule, und erwarb sich die Bewun-derung aller Leute. Ein gewisserHerr eines Schiffes, der seines Han-dels wegen nach Smyrna kam, undMentes hieß, fand so viel artigesam Homerus, daß er ihm den An-trag machte, seine Schule zu ver-lassen , und ihn aus seinen Reisen zubegleiten. Homerus, der schon mitseiner Jliade schwanger gienq, be-gab sich mit Mentes zu Schis. ESscheint ausgemacht zu seyn, daß erganz Griechenland, klein Asien, dasmittelländische Meer und Egyptrndurchlauffen. Aus diesen Reisenlernte er die Geographie vortreflich,und unterrichtete sich in den Sittenverschiedener Völker, besonders derGriechen, Phrygier und Eavptier.Als sie aus Spanien zurück kamen,ländeten sie zu Zthaca, wo Homeruseinen Fluß an den Augen bekam.Mentes ließ ihn hier beym Mentor,einem der vornehmsten Einwohnerder Insel, und gieng in sein Vater-land Leucas zurück. AIS er wiederkam, fand er de» HomeruS gesund.Sie gieoge» wieder zu Schis, be-

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sichten die Küsten des Peloponnes,und kamen nach Colophon, wo derDichter sein Gesicht verlohnn habe«soll, daher er der Blinde genenutwurde. Diß Unglück bewog ihn,nach Smyrna zurück zu gehen, woer seine Was zu Ende brachte. Vonhier kam er nach Cumä r man nahmihn mit solchen Freuden auf, daß erdie Bitte wagte, auf gemeine Ko-sten ernährt zu werden. Als ihmaber solches abgeschlagen worden,gienq er nach Phocäa, und wünsch«te noch beym Abschied, daß zu Cu-mä nie kein Dichter, als rs zu rühmen,gebohren werden sollte. Er irrt«hierauf an verschiedenen Oertemherum, und blieb endlich zu Chio,heyratbete daselbst, und verfertigteseine Oäysscs. Als er einige Zeithernach seinen Gedichten viele Versezum Lob der griechischen Städte, be-sonders Athen und Argos, beygefügt,so gieng er nach SamoS, und brach-te den Winter daselbst zu. DonSamoS gieng er nach Jo, eine vonden Sporaden, und wollte von danach Athen, wurde aber krank, undstarb um 9 -0. 1 . v. C- G. Seinezwey gemeldte Gedichte Ilia« undVdyssea werden vor Meisterstücke' gehalten. Man findt darin» Schön-heiten von aller Art. Seine deutli-che und prächtige Schreibart, seineerhabene Gedanken, und seine nach-drückliche und angenehme Verse las-sen sich mit nichts vergleichen. Alleseine Bilder scheinen zu reden, dieBeschreibungen sind genau und rich-tig, die Leidenschaften wohl ausge-druckt , und die Natur so gut ge-schildert, daß alles Bewegung, Le-ben und Würksamkeit zu haben scheint.Die zerschiedene Charaktere seinerHelden und seiner übrigen Personensind so mannigfaltig, daß sie aus eineunbeschreibliche Art einnehmen. Miteinem Wort, wer von gutem Ge-schmack ist, den» wird Homerus umPp» 4 1»