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so besser gefallen, je mehr er ihnliest- AlcibiadeS gab einem Rednereine Ohrfeige, weil er den Homerusnicht in seiner SSul hatte. Alexan-der hatte sein großes Vergnügen anihm, und legte ihn gemeiniglich nebstseinem Schwerdt zu seinem Kops-küssen. Er legte die Ilias in diekostbare Chatoulle des DariuS, da-mit, wie er zu seinen Hofleuten sag-te, das vollkommenste Werk, dasder menschliche Verstand hervorge-bracht, in dem kostbarsten Kästchenvon der Welt liege. Als er rinsmalsdes Achilles Grabmal auf dem Si-gäischen Vorgebürge gewahr wurde,rief er aus: V glücklicher Held,der du einen Homerus gehabt,der deine Thaten hat besin-gen können ! Homerus scheint inden Künsten und Wissenschaften sei-nes Jahrhunderts so geübt und inder Staats - und Kriegskunst so un-terrichtet gewesen zu seyn, daß manglauben sollte, eS wäre ein grosserFeldherr und Staatsmann und vonallen Lebensarten gewesen. Da eraber aus Bescheidenheit nicht vonsich selber redet, so weiß man nicht,was er gewesen. Doch sollte manaus der Art und Weise, mit welcherer von der Arlneykunst redet, und ausder Känntniß, die er von der Zer-gliederung des menschlichen Körpersund von den Wunden rc. hat, fastschlössen, daß er die Medicin getrie-ben. Lyeurg, Solon und die grie-chische Könige und Prinzen hieltenso viel aus ihn, daß sie sich alleMü-he gaben, richtige Ausgaben von ihmzu verschaffen. Aristarchus hat wohldie beste unter allen geliefert. Di-dymus wird vor den ersten gehalten,der Anmerkungen über ihn geschrie-ben , und der Erzbischof CustathiusjiiTheffalonich im XII. Jahrhundertist sein berühmtester Commentator.Homer hat ausser der lilas und o-clMa «och mehr geschrieben. Man
eignet ihm noch die Lnrradiom^o-mackiain , ZL. tl^mnos und 16.LpiKrammars zu : allein es ist amwahrscheinlichsten, daß wir nichtsals die Ilias und von ihm
haben. Schrevelius und Barnesiushaben zwey gute Ausgaben davongriechisch und lateinisch mit Notenveranstaltet. Frau Datier hat ihnins französische übersetzt. Der be-rühmte Boivin hat ein gleiches ge-than ; allein diese Uebersetzung istnoch nicht erschienen. Bey uns batvor roo. Jahren Spreng die Iliasin Knittelverse, und ein anderer dieOäyssee in ungebundener Rede ver-deutschet. Herr Gries aber undHerr D- Blume haben weit glückli-chere Versuche gemacht. Lucian undandere haben ihm zwar auch grobeFehler vorgeworfen; allein die mei-sten derselben fallen mehr auf dieEinfalt und Sitten seiner Zejten alsaus ihn. Wer mehr von ihm wissenwill , schlage des Fabricius Llbl.6rrec. ^ om. I. nach.
Homrorst, (Gerhard) ein gelehrterMahler, gebohren zu Utrecht ,591.gestorben 1660. Bloemart zeigteihm die ersten AnfangSgründe seinerKunst, und die Reise nach Italien,die Muster, die er dort vor Augensah, sonderlich des Caravage Werke,machten ihn vollkommen. DieserMahler mahlete fleissig Nachtstücke,und man kann sagen, daß ihn nie-mand darinn übertroffen. Er hatauch historische Sachen gearbeitet.Man sieht deren zu Utrecht und Lan-den. Er war nicht nur wegen seinervortrefiichcn Gaben, sondern auchnoch wegen seines Witzes und Her-zens schätzbar. Sein grosser Ruhmzog die artigsten und vornehmstenKinder in seine Schule, die er zeich-nen und mahlen lehrete. Er hattedie Ehre, daß er die Geheimnisseseiner Kunst den Kindern der Köni-ginn