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muth und Aufrichtigkeit. SeinVerdienst erhob ihn von einem kür«gerlichen Ehrenamte zum andern.Er ward Parlainentsrath ju Paris,Kanzler der Prinzessinn Margaretha,Heinrichs II. Schwester, und end-lich unter Franz U. 1560. Kanzlervon Frankreich. Michael de l' Ho-spital nahm zu seiner Grundregel dasWohl des Königreichs und die wahreV ortheile seines Herrn an. Er ver-hinderte die Einführung der Inqui-sition in Frankreich, indem er seineEinwilligung zum Edict von Romo-rantin 1560. wider dir Protestantengab, und that alles mögliche, diebürgerliche Kriege zu verhindern.Als er nach dem Handel von Vassysah, daß man sich von beyden Sei-ten dazu rüstete, widersetzte er sichmit aller Macht, und gab dkin Eon-netabel, der zu ihm sagte, esschicke sich nicht, daß dieGelehrten vieles vom Rriegdisputiern, zur Antwort: ob-gleich diese Leute die Waffennicht zu führen wissen, sowissen sie doch, wenn mansie gebrauchen muß. Seinefriedfertige Gedanken schloffen ihnaus dem Kriegsrath aus, und be-förderten seine Ungnade. Er ent-fernte sich 1568. von sechsten, undbrachte seine übrige Lebenszeit zuWiguai, einem Landgut in Beaucezu. Hier starb er den iz. Merzif?;. Man will bemerkt haben,daß er die Bildung des Aristotelesgehabt. Man hat Gedichte undReden von ihm, welche beyde hoch-geschätzt weiden. Seine einige Toch-ter, die er au Robert Hurault ver-hriMhrt hatte, setzte er zur Erbinnein, und Michael Hurauit, seinEnkel, bekam seine Bibiiotheck. Die-ser ist mehr unter dem Nahmendes Herrn -l« Fay bekannt. Erhatte auch viel Verstand und Gelehr-samkeit , und war Kanzler beymHtstor. Hand«. (-rer Lh.)
H- 1954
König von Navarra. Er starbrsyr. in der protestantischen Reli-gion , deren auch der Kanzler del' Hospital sehr geneigt war. Manhat vom Herrn äu Fay eine Schrift:Lxcellent er lidre vilcours surI'krar xEsnr 6s la kranes, undeine lateinische Antwort aus dieRede, welche Pichst Sixtus V. ausden Tod Königs Heinrichs III. inFrankreich gehalten hat.
Hospital, (Wilhelm Franz Antonde l') Marquis von St. Meine undMontellier, Graf von Entremons,und einer der berühmtesten Mathe-maticker seiner Zeit, war 1660,zwar nicht aus dem Hause des Kanz-lers von l'Hospital, aber gleichfallsaus einem alten adelichen Geschlechtgebohren. Er zeigte von Kindheitan grosse Neigung zur Geometrie,und loset« gar bald die schwerstenAufgaben auf. Er trat anfangs inKriegsdienste, und ward Rittmei-ster ; weil er aber ein gar zu kurzerGesicht hatte, verließ er sie wieder,und legte sich ganz auf dir Mathe-matick. Hierauf machte er Freund-schaft mit Johann Bernoulli, Ma-lebranche, HuygenS, rc. ward 169;.Ehrenmitglied der Academie derWissenschaften, und erwarb sichdurch seine tiefe Einsichten in dieGeometrie die Hochachtung allerGelehrten. Er starb zu Paris denr. Febr- 1704. Man hat6es inünimeiit xecirs 1696. und1r. äes LeLions conigues von ihm,wovon die beste Ausgabe »707. ik4. erschienen. Diß Geschlecht hatnoch viele grosse Männer, besonderszwey Drkder VUcolaus undFranz de i'Hospital hervorge-bracht, so beyde Marschalle vonFrankreich unter Ludwig Xlll. undxiv. gewesen»
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