r-55 Ho
Hossch, (Sidronius) ein berühmterJesuitt des XVII. Jahrhunderts»war zu Mackem im Kirchsprengelvon Aper» 1796. gebohren, undstarb zu Tongern den 4. September167;. Man hat schöne lateinischeLleZien und andere Gedichte vonihm. Pabst Alexander vn. schätztesie ungemein.
Host» (Matthäus) ein grosser deut-scher Litterator und Antiquarius» ge-bühren zu Wilhelmsdors bey Cöllnan der Spree 1709, ward Professorder griechischen Sprache zu Frank-furt an der Oder, und starb >587.Er hat öe Numci-slione emenörravereribus l.ncini» er Orsecis ulirsla;äs U.e nummsria voreium 6r«co-rum, R-omanorum er Ldr-eorum,und anderes geschrieben.
Hoste, (Johann) oderI'Hoste,einzelebrier Mathematicus. von Nancygebürtig, lebrte »u Pont L Moussondie Mathematick und die Rechtsge-lahrheit mit ausserordentlichemRuhm. Er hatte einen weikschich-tiqen, durchdringenden und vor dieWissenschaften ganz eigenen Ver»stand. Herzog Heinrich von Loth»ringen machte ihn zum Intendantender Vcstungswerke und Kriegsrath.Man hat etliche schäzbare Schriftenvon ihm.
Hormann, (Franz) ein berühmterfranzösischer Rechtsgelehrter, geboh-ren zu Paris den r,. Aug. >514,wo sein Vater Peter Hotmann Par-lamentsrath war, lehrte mit Ruhmzu Lausanne, Valence undBourges,wo er mit dem Cujacius eiferte, undwo ihn >77». seine Schüler noch ausdem Unglück retteten, das ihm dieparisische Bluthochzeit gedräuet.Hotmann hatte an den Geschäftender Protestanten vielen Antheil. Erlehrte die Rechte zu Gens, Mömpel-gard und Basel, wo er den -r.Febr.1790. gestorben. Man hat vielejuridische Schriften von ihm, die mau
Ho 1956
hoch hält, und zwey andere, dieviel Aussehen gemacht haben. Sieheissen Lrucum kulmen und kranco-Osiiir. Mao eignet ihm auch dieVinäicias contra l'-rannos zu.Alle seine Schriften sind 1799. zuGenf in ;. Folianten zusammenge-druckt worden. Sein Bruder, An-ton Hormann, war Generalad«vocat de» Parlaments zur Zeit derLige, und hat gleichfalls etliche gutejuridische Schriften hinterlassen.Auch hat Johann Hormann,Herr von D'lner», Antons Sohn,verschiedene Schriften verfertigt.Hottinger, (Joh.Heinnch) ein be-rühmter reformirter Gottergclchrier,gebohren zu Zürich den >o. Merzi6ro, zeigte von Jugend auf solcheGaben, daß die Vorsteher der Schu-len ihn aus öffentliche Kosten ausserLands studiren liessen. Hottingergieng anfangs nach Genf, von daaber nach Frankreich und Holland.Er lernte zu Leiden die morgenländi-sche Sprachen unter dem berühmtenGolius, und wurde seiner KinderLehrmeister. Er besah hierauf En-gelland, ward aber nach Zürich zu-rückberuffen, wo er von 164,. andie Kilchenhistorie, die Gottesge-lahrheit und die morgenländischeSprachen zu lehren bekam. >677.gab man ihn auf gewisse Zeit demChurfürsten von der Pfalz um denRuhm der Universität Heidelbergwieder herzustellen. Hottinger halsdaselbst den Wissenschaften wiederauf, und gefiel dem Churfürsten un-gemeill 166 l. rüste man ihn nachZürich zurück, und gebrauchte ihnin den wichtigsten Angelegenheiten.1667. begehrte ihn die UniversitätLeiden zum Professor der Gottesge-lahrheit, und erhielt ihn durch Ver-mittlung der Generalstaaten Erertrank aber unglücklicher Weise,als er sich zur Abreise rüstete, miteinem Theil seiner Familie im Fluß
Limat,