Band 
Zweyter Theil.
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war auf dem Schloß Loysla «n Bis»cayen in der Provinz Guipuscoa»49«. aus einem alten änlichenGeschlecht qebohren. Nachdem eran Königs Ferdinand in «SpanienHos Edelknabe gewesen, so gierig erin Kriegsdienste, und that sich dar-innen hervor. Er half Pampelonetapfer wider die Franzosen vertheidi-gen , hatte aber das Unglück, daßihm eine Canonkugel das Bein zer-schlug. AIS er wahrend seiner Cureinen Romanen verlangte, um sichdie Zeit zu verkürzen, dergleichen aberkeiner bey der Hand war, so gabman ihm ein Leben der Heiligen sovon ungefähr da war. Die Lesungdesselben rührte den Ignatius ber-maffen, daß er beschloß, eine ande-re Lebensart anzufangen. Erfassetealsbald den Entschluß inS heiligeLand zu reisen, wo er isr;. anlang-te. Nachdem er die heiligen Oer-ter besucht, gienq er nach Europazurück,und hielt sich zu Barcellona ausum das lateinische zu lernen, ob ergleich schon ;Jahr alt war. Erstudirte zu Alcada und zu Salaman-ca, und kam lfig, nach Paris.Er legte sich daselbst im Collegio vonMontaigu noch weiterS auf dieSprachen, lernte Weltweisheit imCollegio S. Barbara und die Got-teSgelahrheit bey den Jakobinern.Damals faßte er den Entschluß,noch mehrere apostolische Män-ner zu sich zu nehmen, und einen Or-dre zu stiften, wovon ihm daS Col-legium von Monkaigu, indem ergewesen, den Begrif beygebracht.Dererste,auf den er dieAugen warf,war Peter le Fevre, der ihn diePhilosophie gelehrrt, und icz;.zum Magister gemacht hatte. Peterle Fevre gewann den Franciscus Xa-veriuS, und Ignatius selber, gesell-te sich noch 4. berühmte Spanier zu,al» Jacob Laynez, AlphonsuS Sal-mero, Nikolaus AlphonsuS Boba-

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di'lla und Simon Robriguez. Sieverbanden sich am Tag der Himmel-fahrt Maria ><r;4- in der KircheznMontmartre, sich zu einander zuhalten, und dem Dienst des Neben«menschen aufzuopfern. Sie verlies-sen hierauf Paris, gienqeu ,s;7.nach Italien, und boten dem Pabstihre Dienste an. Paul M. be,sät-tigte 1540. das Jnstikutvm des H.Ignatius unter dem Nahmen derGesellschaft JEsu. Der be-rühmte Stifter wurde den rr. Apr.>74'. zu ihrem ersten General er-wählt. Er machte Verordnungenvor seinen Orden, regierte ihn mitungemeiner Klugheit und Weisheit,und starb zu Rom den z a.JuI. 1776.Ausser den Constitutionen von seinemOrden schreibt man ihm auch Lxerci-tia spiriruslia zu, welche P. Paul m.genehmigt hat. Ignatius hatte beyErrichtung seiner Gesellschaft vor-nehmlich die Absicht, daß sie sich derUnkerrichtung der Jugend , der Er-quickung armer Gefangener und derBekehrung der Ungläubigen wiedmeasollten Besonders empfahl er ihnel»an einem häuffigcrn und würdiger»Gebrauch der Sakramente zu arbei-ten. Er bezog alles, was er that,mit besonderer Aufmerksamkeit aufGOtt, und sagte jedesmal am En-de: zur höchste» Ehre GVt-te«. GregoriuS XV. hat ihni6rr. unter die Heiligen gesetzt.Der P. Maffei und der P. Bou-hours haben sein Leben, jener latei-nisch, dieser aber französisch ge-schrieben. Sie sind beyde vorkref«lich. Die Nachfolger des JgnatiuFnahmen 1747. den Nahmen Je»sutten von der Kirche JEsu an,die man ihnen zu Rom eingeräu-met hatte. Sie haben sich aus demganzen Erdboden ausgebreitet, undhaben sich durch ihre Gelehrsamkeit,durch ihren Eifer, durch ihre re-gelmäßige Aufführung und durch die